LUFA Nord-West: Will Erfolgsstory fortsetzen

Das landwirtschaftliche Untersuchungswesen in Niedersachsen kann auf eine 150-jährige Geschichte zurückblicken. Aus diesem Anlass lud die LUFA Nord-West 20. Mai zu einer Festveranstaltung nach Oldenburg in die Weser-Ems-Halle. Zu den 500 geladenen Gästen zählten Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister und Umweltminister Hans-Heinrich Sander.

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Das landwirtschaftliche Untersuchungswesen in Niedersachsen kann auf eine 150-jährige Geschichte zurückblicken. Aus diesem Anlass lud die LUFA Nord-West 20. Mai zu einer Festveranstaltung nach Oldenburg in die Weser-Ems-Halle. Zu den 500 geladenen Gästen zählten Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister und Umweltminister Hans-Heinrich Sander.

„Die LUFA Nord-West setzt die lange Tradition des landwirtschaftlichen Untersuchungswesen in Niedersachsen erfolgreich fort“, sagte Dr. Franz-Peter Engling, Geschäftsführer der LUFA Nord-West, bei seiner Ansprache. Zurzeit bearbeiteten rund 380 Fachkräfte an den Standorten Oldenburg und Hameln über 1 Million Proben pro Jahr. Außerdem würden jedes Jahr 15 junge Menschen in vier verschiedenen Berufen ausgebildet.

Die Kunden schätzten das breite Untersuchungsspektrum sowie Arbeitsqualität, Flexibilität und Schnelligkeit der LUFA Nord-West. „Der Umsatz spiegelt unsere erfolgreiche Arbeit wider. Er konnte in den letzten fünf Jahren um etwa 30% von 16 auf 21 Mio. Euro gesteigert werden“, stellte Dr. Engling fest und versicherte: „Wir wollen diese Erfolgsstory fortführen und weiter wachsen.“

„Damals wie heute gehören die Untersuchungen von Düngemitteln, Saatgut, Futtermitteln, Böden, Milch und Tierkrankheiten zu den wesentlichen Aufgaben der LUFA Nord-West“, erläuterte Arendt Meyer zu Wehdel, Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und Vorsitzender des LUFA-Aufsichtsrates. Allerdings habe sich der Schwerpunkt verändert. „Während früher überwiegend Fragen zur Ernährungssicherung im Mittelpunkt standen, sind heute neben den Qualitätsfragen zunehmend Aspekte der Umwelt relevant“, so der Kammerpräsident. Die hochmodernen Labore der fünf Institute für Boden und Umwelt, Düngemittel und Saatgut, Futtermittel, Tiergesundheit sowie Lebensmittelqualität seien dafür bestens ausgerüstet.

Jürgen Otzen, Direktor der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, erinnerte an die enge Verbindung von LUFA Nord-West und den anderen Bereichen der Kammer. „Wir haben nicht nur in der LUFA Nord-West anerkannte Experten, sondern in der gesamten Landwirtschaftskammer. Die arbeiten in langfristigen Projekten, aber auch bei tagesaktuellen Fragen eng zusammen“, so der Kammerdirektor. Dabei gehe es vorwiegend um die Themen Landwirtschaft und Gartenbau.

Die heutige Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt LUFA Nord-West hat ihre Wurzeln in der agrikulturchemischen Kontroll- und Versuchsstation, die im Jahre 1861 in Ebstorf im Landkreis Uelzen gegründet wurde. Nach und nach entstanden ähnliche Einrichtungen, die über die Jahre zusammengeführt wurden, sodass der „Stammbaum“ der heutigen LUFA Nord-West neun unterschiedliche Herkünfte aufweist. Das sind die fünf agrikulturchemischen Kontroll- und Versuchstationen Ebstorf (gegründet 1861), Göttingen-Weende (1862), Braunschweig (1862), Hildesheim (1870) und Oldenburg (1871), die beiden milchwirtschaftlichen Standorte Rastede (1876) und Hameln (1893) sowie die beiden Tiergesundheitsämter Oldenburg (1913) und Hannover (1913).

Die LUFA Nord-West entstand im Jahre 2002, als die beiden damaligen niedersächsischen Landwirtschaftskammern Hannover und Weser-Ems ihre Untersuchungsbereiche unter einem Dach zusammenführten. Die beiden Kammern fusionierten vier Jahre später zur Landwirtschaftskammer Niedersachsen. (lwknds)

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