Landgard: Erntestart von Freiland-Erdbeeren

Pünktlich zum Start in den Mai haben die Landgard-Mitgliedsbetriebe im Westen in der KW 18 mit der Ernte der ersten Freiland-Erdbeeren aus Tunnelanbau begonnen.

Die Landgard-Mitgliedsbetriebe im Westen haben in der KW 18 mit der Ernte der ersten Freiland-Erdbeeren aus Tunnelanbau begonnen. Bild: Landgard/ Marc Wachendorf.

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„Bei dieser Anbauweise liegen wir nur wenige Tage hinter unseren Startterminen aus dem letzten Jahr. Die Ernte von Freiland-Erdbeeren mit Folienabdeckung wird aber voraussichtlich, je nach Region, sogar rund zehn Tage bis drei Wochen später beginnen als 2020. Grund hierfür ist vor allem der kalte und dunkle April – und auch die Maitemperaturen dürfen für unsere Erdbeeren gerne noch ein wenig anziehen“, fasst Arthur Heinze, Vertriebsleitung Obst bei Landgard West Obst & Gemüse, zusammen. „Vereinzelt ist es zu Frostschäden gekommen, sollten in den nächsten Wochen keine weiteren Minustemperaturen mehr herrschen, gehen wir im Vergleich zum Vorjahr insgesamt von etwas geringeren Mengen und normalen Qualitäten aus.“

Ähnlich sieht es auch auf den Feldern von Landgard-Erzeuger Marc Wachendorf aus. Auf insgesamt rund 23 Hektar baut er in Wachtberg-Fritzdorf die frühen Erdbeer-Sorten Clery und Aprica sowie die späten Elegance im Freiland an. „Dieses Jahr ist schon ungewöhnlich, wir mussten die Kulturen deutlich häufiger auf- und wieder zudecken als in anderen Jahren. Das hat uns bisher vor größeren Frostschäden bewahrt. Aber für die Pflanzen bedeutet das natürlich Stress. Sie stehen quasi in den Startlöchern, doch aktuell tut sich aufgrund der kühlen Witterung noch nicht viel“, verrät Marc Wachendorf. „Aber so ist das eben im Freilandanbau: Wie die Saison wird, kann man eigentlich erst sagen, wenn sie gelaufen ist.“ Insgesamt hofft der Landgard-Erzeuger auf eine späte, aber von den Mengen und Qualitäten her normale Erdbeersaison. „Geringe Verluste durch Frost oder ungleichmäßig geformte Früchte sind für uns nicht ungewöhnlich. Und wenn die Preise, wie bereits in den letzten Jahren, für Freiland-Erdbeeren aus Deutschland auf einem guten Niveau bleiben und die gestiegenen Kosten für Arbeitskräfte, Sicherheits- und Hygienemaßnahmen auffangen, können wir alles in allem zufrieden sein.“

„Mit Blick auf die Corona-Pandemie haben unsere Mitgliedsbetriebe natürlich einen deutlich höheren organisatorischen und finanziellen Aufwand zu tragen. Erzeuger*innen und Saisonarbeitskräfte haben sich jedoch gut auf die Situation vorbereitet und sind durch die vergangene Saison mit den Maßnahmen vertraut. So sollte aus aktueller Sicht einer guten Ernte nichts im Weg stehen“, erklärt Julian Armbruster, zuständig für Ein- und Verkauf Frischfrucht bei Landgard Süd Obst & Gemüse.

Die ersten frischen Erdbeeren aus Frühkulturen im beheizten Treibhausanbau konnte Landgard erstmals schon in KW 13 in den Handel bringen. Weitere Treibhauskulturen folgten dann im Westen in KW 15/16. Der Süden Deutschlands startete in der KW 16 mit den ersten geringen Mengen aus Tunnelanbau, die Ernte im süddeutschen Freilandanbau unter Doppelabdeckung wird voraussichtlich in KW 19 beginnen.

Da die klimatischen Bedingungen im Freilandbereich immer herausfordernder werden, beobachtet die Erzeugergenossenschaft Landgard insgesamt auch weiterhin einen klaren Trend hin zum geschützten Anbau. Aber es gibt auch spannende Testanpflanzungen mit neuen aromatischeren Sorten, die dem LEH ein gutes Shelf-Life und den Verbraucher*innen noch mehr Geschmack bieten. Schließlich schmeckt für viele Konsument*innen nichts so sehr nach Sommer wie frische süße Erdbeeren. (Landgard)

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