Kombi-Innovation: Nachhaltiges Mulchfolien-System und rückstandsloses Roden

Weniger Mikroplastik-Eintrag in den Boden dank neuer Folienzusammensetzung, kaum Folienreste auf dem Feld, kein lästiges Anknüpfen gerissener Folien beim Aufrollen - das verspricht der "Folienroder" für Erdbeeren, Gurken und Co.

Deutsche Innovationspartnerschaft Agrar (DIP).

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Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat diese Entwicklung über die Deutsche Innovationspartnerschaft Agrar (DIP) gefördert. Auf den Öko-Feldtagen 2025 demonstrieren die Projektbeteiligten ihre Neuentwicklung im Einsatz.

Eine zweilagige Folie verspricht großen Nutzen: Während auf der Unterseite im Bereich der Pflanze Reststoffe aus Biogasanlagen biologisch abbaubar sind und sogar einen leichten Dünge-Effekt haben, vermeiden Aussparungen auf dem oberen Teil der PE-Folie das Verwachsen der Pflanzen mit der Folie und verhindern so ein Reißen beim Roden. Gleichzeitig bietet der „Folienroder" eine neue Technik für den Aufrollprozess: Dank angepasster Haspel kann der Zug beim Aufrollen vermindert oder verstärkt werden. Drei Jahre haben die Projektbeteiligten der 4DISC GmbH an der Kombi-Innovation gearbeitet. Nun soll sie bald auf den Markt kommen.

Der Erfolg in Zahlen: Allein im deutschen Erdbeeranbau werden jährlich rund 900 Tonnen Mulchfolie erneuert. Verbleiben dabei fünf Prozent Folienreste auf dem Acker, wären das 45 Tonnen jährlich. Eine Verminderung der Rückstandsmenge auf ein Prozent würde jährlich 36 Tonnen weniger Kunststoffeintrag bedeuten.

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