Köln: Grünes Licht für die BUGA 2025

Am 21. Dezember hat der Rat der Stadt Köln einstimmig die Stadtverwaltung beauftragt, eine Machbarkeitsstudie für die Ausrichtung einer dritten Bundesgartenschau (BUGA) in Köln im Jahr 2025 zu erstellen.

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Am 21. Dezember hat der Rat der Stadt Köln einstimmig die Stadtverwaltung
beauftragt, eine Machbarkeitsstudie für die Ausrichtung einer dritten Bundesgartenschau (BUGA) in Köln im Jahr 2025 zu erstellen. Die Erarbeitung der Machbarkeitsstudie vergibt die Stadt Köln an einen Landschaftsplaner. Mit der Betreuung des Kommunikationsprozesses soll ein externes Moderationsbüro beauftragt werden. Die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG) berät flankierend. Der Ausrichtung einer Bundesgartenschau geht stets ein Bewerbungsverfahren voraus: Mit dem jetzt vom Stadtrat gefassten Grundsatzbeschlusses meldet die Stadt Köln bei der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG) offiziell ihr Interesse an einer BUGA im Jahr 2025 an. Dieser Antrag bildet die Grundlage für die Bewerbung. Über die Vergabe entscheidet der Verwaltungsrat der DBG.

Ziele der BUGA Köln 2025
Die Stadt Köln möchte die Vollendung des Inneren Grüngürtels im Süden der Innenstadt 100 Jahre nach seiner Fertigstellung (1921-23) zum Kernthema der Bundesgartenschau 2025 machen. Dieses einzigartige städtebauliche und grünplanerische Element zählt zu den wesentlichen Bestandteilen des gesamtstädtischen Grünsystems. Der Grüngürtel gibt Zeugnis von der städtebaulichen Entwicklung und bringt die grünplanerischen Leitbilder

seiner Entwicklungszeit zum Ausdruck. Der Kölner BUGA-Standort ordnet sich ein in die bereits eingeleitete langfristig ausgerichtete strukturelle Neuordnung des südlichen linksrheinischen Innenstadtrandgebiets. Gewerbliche Nutzungen dominieren heute noch den Entwicklungsraum zwischen der südlichen Kölner Neustadt und den Wohnbereichen von Bayenthal, Raderberg und Zollstock:

Großmarkt, Güterbahnhof Bonntor, KVB-Busdepot, Brauereien, Arzneimittelproduktion, Abfallwirtschaftsbetriebe und Kleingewerbe. Als Grundlage der städtebaulichen Neuordnung dient die Rahmenplanung als Ergebnis der vorbereitenden Untersuchung. Diese greift die Ansätze des städtebaulichen Masterplans Innenstadt Köln (Vollendung des Inneren Grüngürtels bis zum Rhein in Verbindung mit einem neuen Quartier „Parkstadt“ im Bereich des Großmarkts) auf. Die geplante Vervollständigung des Inneren Grüngürtels bis zum Rhein wertet den Stadtraum deutlich auf.

Das Gartenschaugelände soll das Gebiet zwischen Rhein und Bonner Straße, das Großmarktgelände, den bisherigen Güterbahnhof Bonntor zwischen Bonner Straße, Marktstraße, Bischofsweg und Eisenbahntrasse und den Bereich um das Südstadion umfassen.

Vom Mehrwert und der Nachnutzung
Das Konzept könnte darüber hinaus den Volksgarten, den Vorgebirgspark, Teile des Grünzugs Süd, des Inneren Grüngürtels sowie den Friedens- und Römerpark mit einbeziehen. Die Ausrichtung einer Gartenschau gehört zu den wichtigen Instrumenten für die Stadtentwicklungs-, Grün- und Freiraumplanung. Folglich geben die Verbesserung der Infrastruktur, Neuordnung und Folgenutzung des BUGA-Geländes gemeinsam mit den dafür erforderlichen Investitionen für die veranstaltenden Städte den Ausschlag bei ihrer Bewerbung. Der Nutzen einer Bundesgartenschau beschränkt sich daher keineswegs auf die etwa sechsmonatige Veranstaltungsdauer. Die erste BUGA in Köln und der in diesem Zusammenhang entstandene Rheinpark können als gutes Beispiel für den nachhaltigen Nutzen einer Bundesgartenschau dienen. Dies belegt auch die Auszeichnung des Rheinparks mit dem Nachhaltigkeitspreis der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft im Jahr 2007. (Quelle: DBG)

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