Kleinere Beeren, stabile Qualität: Gute Heidelbeerernte erwartet

Unmittelbar vor der Eröffnung der Heidelbeersaison 2015 am 9. Juli auf dem Spargel- und Erlebnishof Buschmann und Winkelmann im brandenburgischen Beelitz erwartet Heiner Husmann, Vorsitzender des Bund Deutscher Heidelbeeranbauer e. V., aus Borstel in Niedersachsen eine zufriedenstellende Ernte 2015.

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Unmittelbar vor der Eröffnung der Heidelbeersaison 2015 am 9. Juli auf dem Spargel- und Erlebnishof Buschmann und Winkelmann im brandenburgischen Beelitz erwartet Heiner Husmann, Vorsitzender des Bund Deutscher Heidelbeeranbauer e. V., aus Borstel in Niedersachsen eine zufriedenstellende Ernte 2015. Die Aussichten seien „im Prinzip gut“, sagte Husmann. Es habe in diesem Jahr während der Vegetationsperiode zwar keine großen Probleme gegeben, allerdings mache die anhaltenden Trockenheit und die jetzt beginnende Hitzeperiode den Betrieben in einigen Regionen zunehmend zu schaffen. Wo die Möglichkeit dazu bestünde, würden die Betriebe die Plantagen bereits beregnen. Die Wasserknappheit könne dazu führen, dass die Beeren im Schnitt kleiner ausfallen als in den vergangen Jahren. Die Qualitäten seien jedoch stabil, so Husmann. Deshalb geht er auch von einer Erntemenge knapp unter Vorjahresniveau aus.

Im Jahr 2014 wurde in Deutschland eine Rekorderntemenge von 12.100 Tonnen Kulturheidelbeeren geerntet. Das waren im Vergleich zum Jahr 2013 knapp 18 Prozent mehr. Die Anbaufläche in Deutschland ist mit rund 2.100 Hektar seit Jahren nahezu konstant. Mit großem Abstand den größten Anteil an der Ernte wie auch an der Anbaufläche hat das Bundesland Niedersachsen. Dort wurden 2014 auf rund 1.400 Hektar knapp 9.100 Tonnen geerntet. Das entsprach 75 Prozent der gesamten deutschen Heidelbeerernte. Von deutschlandweit knapp 400 Betrieben mit Heidelbeeranbau wirtschaften rund 150 Betriebe in Niedersachsen. Die Anbaufläche in Brandenburg betrug 2014 rund 117 Hektar, die von 18 Betrieben bewirtschaftet wurden. Die Erntemenge 2014 in Brandenburg lag bei rund 816 Tonnen. Nennenswerte Anbauflächen liegen auch in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein.

Kulturheidelbeeren sind in Deutschland nicht nur die meistgeernteten Strauchbeeren, sie sind auch ein Wachstumsmarkt. Nicht nur in der Direktvermarktung und in der „Selbstpflücke“ steigt die Nachfrage kontinuierlich, auch der Lebensmitteleinzelhandel fragt immer größere Mengen nach. Das liegt nicht nur daran, dass die blauen Beeren einfach lecker schmecken und unkompliziert frisch oder in unzähligen Varianten zubereitet verzehrt werden können. Heidelbeeren sind auch außerordentlich gesund. Die enthaltenen Antioxidantien stärken Abwehrkräfte, Nerven und Blutgefäße. Außerdem enthalten sie viel Calcium, Magnesium und Eisen, Vitamin A, B1, B2 und Niacin. Nur eines enthalten sie nicht: Viele Kalorien. Damit sind sie übrigens auch die ideale Erfrischung für heiße Sommertage.

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