- Startseite
- Kartoffelernte 2026: Herausfordernden Be...
Kartoffelernte 2026: Herausfordernden Bedingungen
Ursache sind vor allem der verspätete Saisonstart 2026 infolge von Februarniederschlägen sowie die Hitze- und Dürreperioden im Sommer. Dies spiegelt sich in erster Linie im Ertrag je Hektar wider: Im bundesweiten Durchschnitt lag dieser bei etwa 38 Tonnen pro Hektar und damit rund 11% unter dem mehrjährigen Durchschnitt und deutlicher unter dem sehr guten Vorjahr (minus 15%).
Nach den vorläufigen Ergebnissen der Erhebung der Bodennutzung landwirtschaftlicher Betriebe beläuft sich die Kartoffelanbaufläche in Deutschland im Jahr 2026 auf 268.300 Hektar und damit 11% unter dem hohen Vorjahresniveau. Der sechsjährige Durchschnitt wird um etwa 2% unterschritten.
Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern stehen für drei Viertel der gesamten deutschen Kartoffelanbaufläche, auch wenn in allen drei Ländern die Anbaufläche im Vergleich zum Vorjahr reduziert wurde.
Angesichts eines seit Jahren hohem Selbstversorgungsgrades und dem sich abzeichnenden ausgeglichenen Verhältnis von Angebot und Nachfrage dürften die Versorgung und das Preisniveau bei Kartoffeln für Verbraucherinnen und Verbraucher auch mittelfristig stabil bleiben.
Hintergrund
Die Besondere Ernte- und Qualitätsermittlung (BEE) hat in Verbindung mit der Erhebung der Bodennutzung landwirtschaftlicher Betriebe die Aufgabe, zu einem möglichst frühen Zeitpunkt Angaben über die Menge und die Qualität der Ernte ausgewählter Fruchtarten für das gesamte Bundesgebiet und für die Länder zu liefern. Mithilfe der von den Ländern ermittelten Erträge von repräsentativ ausgewählten Probeflächen auf landwirtschaftlichen Betrieben wird das Ergebnis der Kartoffelernte berechnet. Da bislang erst 49% der insgesamt knapp 631 Probeflächen aus der BEE ausgewertet wurden, können sich beim endgültigen Ergebnis der Kartoffelernte noch Abweichungen ergeben.

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.