Italien: "Green Deal" eine Herausforderung

Der von der Europäischen Kommission angekündigte neue Weg zur Verringerung der Umweltauswirkungen der wirtschaftlichen Aktivitäten birgt die Gefahr, die Landwirtschaft zu benachteiligen.

Der "Green Deal" ist eine Herausforderung für Agrarmechaniker. Bild: GABOT.

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Unterstützung für die Erneuerung des Fuhrparks, besseres Management der LEPs und eine andere Zeitplanung für landwirtschaftliche und automobile Maschinen bei der Anwendung der EU-Verordnungen: Dies sind die Schlüsselpunkte für eine Politik der landwirtschaftlichen Mechanisierung, die von FederUnacoma unterstützt wird. Zusätzlich zu diesen Punkten, die der Verband der italienischen Hersteller bereits den politischen Behörden auf nationaler und gemeinschaftlicher Ebene zur Kenntnis gebracht hat, gibt es zwei weitere Elemente, die auf neue Notfälle reagieren, nämlich die des europäischen "Green Deal" und den Stand der Forschung und der beruflichen Aus- und Weiterbildung im Bereich der landwirtschaftlichen Mechanisierung.

In diesem Sinne hat FederUnacoma eine Seminarveranstaltung in Brüssel am 22. und 23. Januar zusammen mit einem Treffen mit den italienischen Europaabgeordneten und einer Anhörung im Parlament gefördert. Das von der neuen Kommission angekündigte umfangreiche Projekt der Umstellung der europäischen Wirtschaft auf die Paradigmen der grünen Wirtschaft und der Kreislaufwirtschaft kann in der Tat gleichzeitig eine Chance und eine Bedrohung für den Agrarsektor darstellen. Die Mechanisierung der Landwirtschaft mit den in den letzten Jahren entwickelten technologischen Innovationen hat eine drastische Reduzierung des Einsatzes von Pestiziden und Düngemitteln und eine erhebliche Einsparung von Wasser und natürlichen Ressourcen ermöglicht, und diese Rolle, so behauptet FederUnacoma, muss anerkannt werden.

"Wenn der Primärsektor als Schlüsselelement jeder Umweltpolitik interpretiert wird", erklärte der Präsident von FederUnacoma Alessandro Malavolti während der Konferenz im Rahmen von Fieragricola, dann kann die 'grüne' Wende die Landwirtschaft in den Mittelpunkt der politischen Agenda rücken, und der neue Weg wird nicht dazu führen, dass Mittel aus der GAP genommen werden". Die Entwicklung der Landwirtschaft hin zu 4.0-Technologien und nachhaltigeren Kriterien erfordert jedoch hohe Investitionen in die Schul- und Berufsausbildung. "Leider", so der Präsident der Hersteller von Landmaschinen weiter, "ist der Unterricht in Agrarmechanik und -elektronik in unserem Land völlig unzureichend, ebenso wie das System der Berufsausbildung für die Beschäftigten unzureichend erscheint. An diesen Fronten", schloss Malavolti, "wird die Federation sowohl gegenüber der Gemeinschaft als auch auf nationaler Ebene hartnäckig und proaktiv sein". (FederUnacoma)

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