HOT: Erfolgreich torffrei Gärtnern

Das Forschungsprojekt mit dem Kürzel HOT für "Hobby-Gartenbau mit torfreduzierten und torffreien Substraten auf Basis nachwachsender Rohstoffe" startet im Mai mit Reallaboren in die erste Projektphase.

Bürgerwissenschaftler*innen aus Geiselhöring erhalten ihr Tagebuch und diskutieren über den Torfgehalt der bisher verwendeten Substrate. Bild: Maria Lippl.

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Über 35 Teilnehmende aus ganz Bayern haben sich gemeldet und machen als Bürgerwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler bei dem Projekt mit. Über einen Zeitraum von drei Jahre pflegen sie Blumen und Gemüsepflanzen in torffreier oder torfreduzierter Erde und dokumentieren ihr Gieß- und Düngeverhalten sowie das Pflanzenwachstum oder auch, wenn es Probleme mit den Pflanzen gibt. Das GreenSurvey Institut für Marktforschung aus Straubing sowie die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf haben dazu eine Tagebuchstudie entwickelt. Anhand der Daten sollen Anwendungsfehler identifiziert und im Anschluss kommuniziert werden, um damit Anbauerfolge mit torffreien Substraten zu sichern und Enttäuschungen bei der Pflanzenpflege zu vermeiden. Hierzu soll es Schulungen und am Ende des Projekts eine App für Hobby-Gärtnerinnen und -Gärtner mit Anwendungstipps als Hilfestellung geben. Ziel des Forschungsprojektes ist es, mit diesen Informationen und gezielter Unterstützung beim Gärtnern den Ersatz von torfhaltiger Erde im Hobby-Gartenbau zu beschleunigen.

Hintergrundinformationen:

Mehrere Millionen Kubikmeter Blumenerden kaufen die Deutschen jedes Jahr zum Freizeitgärtnern ein. Obwohl es bereits viele torffreie und torfreduzierte Produkte auf dem Markt gibt, bestehen die Erden insgesamt noch immer zum Großteil aus Torf. Doch dies soll sich ändern: Weil der Torfabbau und seine Nutzung CO2-Emissionen freisetzen, hat die Bundesregierung in ihrem Klimaschutzprogramm 2030 beschlossen, in den nächsten Jahren einen nahezu vollständigen Torfausstieg im Hobbysegment zu erreichen. Aufklärung und Information spielen dabei eine Schlüsselrolle, denn die Freizeitgärtnerinnen und -gärtner sollen freiwillig umsteigen. Ziel des Modell- und Demonstrationsvorhaben HOT („Hobby-Gartenbau mit torfreduzierten und torffreien Substraten auf Basis nachwachsender Rohstoffe“) ist es, den aus Klimaschutzgründen beschlossenen Torfausstieg im privaten Bereich zu unterstützen.

Beteiligt am Verbund HOT sind die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU), die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) und das GreenSurvey - Institut für Marktforschung. (GreenSurvey)

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