Online-Handel: Wahl der Zahlungsarten als strategische Entscheidung

Online-Händler sollten bei der Auswahl der geeigneten Zahlungsarten nicht nur auf die direkten Akzeptanzkosten, die der Anbieter in Rechnung stellt, achten. Denn indirekte Kosten der Bezahlmethoden können insbesondere im Online-Handel nochmals ein Vielfaches der direkten Akzeptanzkosten betragen.

Online-Händler sollten bei der Auswahl der geeigneten Zahlungsarten nicht nur auf die direkten Akzeptanzkosten, die der Anbieter in Rechnung stellt, achten. Denn indirekte Kosten der Bezahlmethoden können insbesondere im Online-Handel nochmals ein Vielfaches der direkten Akzeptanzkosten betragen. Das zeigt eine aktuelle Studie des ibi Research an der Universität Regensburg. Danach können bei den Zahlungsarten Zahlung auf Rechnung, Vorkasse und Lastschrift die indirekten Kosten doppelt so hoch sein wie die direkten Kosten. „Solche Indirekten Kosten können beispielsweise durch Zahlungsausfälle entstehen, wenn manuelle Nacherfassungen notwendig sind oder wenn Gutschriften um Tage verzögert erfolgen“, so HDE-Experte Ulrich Binnebößel.

Der Handelsverband Deutschland warnt allerdings auch davor, den Blick generell nur auf die Kosten zu richten. Für die Händler sei ebenso wichtig, welche Zahlungsarten von den Kunden gewünscht oder vielleicht sogar gefordert werden. Außerdem könne sich die Bezahlmethode auch auf die Zahl der Retouren auswirken. „Jeder Händler muss herausfinden, welche Zahlungsarten für seinen Onlineshop sinnvoll sind. Dabei dürfen indirekte Kosten aber auch die anderen Faktoren nicht außer Acht gelassen werden. Letztlich ist der optimale Zahlungsmix ein strategischer Faktor für den Unternehmenserfolg“, so Binnebößel weiter. (PdH)

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