GVBWH: Friedhofsgärtnernachwuchs absolviert praktische Prüfung

Auf dem alten Friedhof in Darmstadt fand am 16. Juni 2020 der praktische Teil der Abschlussprüfung des Friedhofsgärtnernachwuchs statt.

Aufgabe der Prüflinge war es, ein einstelliges Wahlgrab nach den Richtlinien des Bundes deutscher Friedhofsgärtner zu gestalten und zu bepflanzen. Bild: GVBWH.

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Dass sie ihr Handwerk beherrschen, haben acht - und damit deutlich mehr als in den letzten Jahren - hessische Auszubildende der Fachsparte Friedhofsgärtner bewiesen. Auf dem alten Friedhof in Darmstadt fand am 16. Juni 2020 der praktische Teil ihrer Abschlussprüfung statt. Aufgabe der Prüflinge war es, ein einstelliges Wahlgrab nach den Richtlinien des Bundes deutscher Friedhofsgärtner zu gestalten und zu bepflanzen.

Die angehenden Friedhofsgärtner mussten unter realistischen Bedingungen planen und kalkulieren. Dabei galt es vor allem, auf Größe, Form und Farbwirkung des Grabmals zu achten. Pflanzen, Erde und Werkzeuge wurden von den einzelnen Ausbildungsbetrieben der Prüflinge gestellt. Bei der Auswahl der Pflanzen spielten Wuchs, Struktur und Standort der Grabstätte eine wichtige Rolle. Letztlich sollten alle Faktoren von den jungen Gärtnern in Einklang gebracht und sauber ausgeführt werden, sodass am Ende fachgerechte Grabstätten entstanden, die den örtlichen Traditionen und kulturellen Hintergründen entsprechen. Benotet und bewertet wurden die Arbeiten von Vertretern der Fachgruppe Friedhof im Gartenbauverband Baden-Württemberg-Hessen e.V. (GVBWH) und der für die Ausbildung zuständigen staatlichen Stelle, dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen.

Die angelegten Grabstätten bleiben bis auf weiteres als Schaugräber erhalten und können auf dem alten Friedhof in Darmstadt besichtigt werden. Damit sorgen die Prüfungsabsolventen nicht nur für einen krönenden Abschluss ihrer Ausbildung, sondern zeigen auch das Leistungsspektrum des gesamten Berufsstandes. Der praktische Teil der friedhofsgärtnerischen Abschlussprüfung wird alljährlich von der Fachgruppe Friedhof im GVBWH mit Unterstützung der jeweiligen Kommune auf einem hessischen Friedhof durchgeführt.

Neben diesem praktischen Teil zählen noch eine mündliche und schriftliche Leistungsabfrage zur Abschlussprüfung. Schwerpunkte der Ausbildung sind unter anderem Ökologie, Natur- und Umweltschutz, das Bestimmen und Beschreiben von Pflanzenarten, der fachgerechte Umgang mit der Pflanze, das Bearbeiten und die Pflege von Böden sowie das Aufteilen, Vermessen und Anlegen von Grabanlagen.

Die Ausbildungsbetriebe mit den Auszubildenden:

ABC-Florist Neuhann: Kevin Hirsch

Gärtnerei Emert: Maximilian Kaiser

Gärtnerei Klumpen: Vanessa Neumann, Age Jaku

Gärtnerei Link: Florian Horst

Ohlenschläger & Conradi: Lennart Nickel, Konrad Pflüger

Stadt Hanau: Kevin Jakubele (GVBWH)

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