Grün kommt an in Überlingen

Im Rahmen der Entente Florale 2005 - Unsere Stadt blüht auf - „strandet“ vom 04. bis 18. Juli 2005 auf dem Landungsplatz in Überlingen ein “grünes Schiff“. Mit diesem „Schiff“ und seinem „Treibgut“ transportieren Landschaftsarchitekten und Landschaftsgärtner ihre „grünen Ideen“ in die Stadt. Unter dem Motto „Grün kommt an“ beteiligt sich die Stadt Überlingen an dem Bundeswettbewerb Entente Florale – Ansporn für die Landschaftsarchitekten und Landschaftsgärtner, die Stadt Überlingen bei diesem Vorhaben zu unterstützen.

 

Die Idee

Die „Grüne Branche“ ist in und um Überlingen herum durch eine große Zahl von Planungsbüros und Ausführungsbetriebe vertreten. Im Rahmen der Entente Florale 2005 findet erstmalig ein Zusammenschluss der hier arbeitenden Landschaftsarchitekten und der Garten- und Landschaftsbaubetriebe der Region Bodensee-Oberschwaben, die im Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg organisiert sind, statt. Die Idee: Die „grüne Branche“ hat ein gutes Image, die „grüne Branche“ kommt an. Das „gestrandete Schiff“ mit seinem „Treibgut“ stellt als temporäre Installation das Grün symbolisch dar und macht deutlich, wo in der Stadt durch Grünmaßnahmen das Stadtbild aufgewertet werden kann.

 

Die Umsetzung

Es waren einige Workshops und Arbeitstreffen nötig, bis die Idee, „ein Schiff in Überlingen stranden zu lassen“ zu einem umsetzungsfähigen Konzept entwickelt wurde. Die Garten- und Landschaftsbaubetriebe Trautmann aus Uhldingen-Mühlhofen, Matthias Widenhorn aus Sipplingen und Fritz Müller aus Weingarten setzten schließlich den Plan für eine vierzehn Meter lange und elf Meter breite Kunstinstallation um. Das „Schiff“ besteht aus einer 50 cm bis 3.20 m hoch aufsteigenden Wandscheibe, die mit Sand angefüllt und Gräsern bepflanzt ist. Ihr gegenüber ist ein Holzrost montiert. Zwischen dieser Wandscheibe und dem Holzrost ist ausreichend Raum als Durchgang. Ein Holzdeck mit Masten ist in die Wände integriert. Das „Treibgut“ des Schiffes, pinkfarben gestrichene Holzkisten, ist überall dort in der Stadt verteilt, wo aus Sicht der Planer und Landschaftsgärtner Grünmaßnahmen zur Verbesserung des Stadtbildes und der Aufenthaltsqualität notwendig sind. „Wir Garten- und Landschaftsbaubetriebe haben uns gerne an dieser Aktion beteiligt, die auch für uns nichts Alltägliches ist“, so Stefan Müller, Regionalvorsitzender der Region Bodensee-Oberschwaben im Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg, „denn auf die Bedeutung von Grün in den Städten hinzuweisen, liegt selbstverständlich auch im unserem Interesse. Um auf unsere Dienstleistungen aufmerksam zu machen, setzen wir gerne auch ungewöhnliche und spektakuläre Ideen um.“

 

Das Ergebnis

Wie die temporäre Installation „Grün kommt an“ bei der Bewertungskommission der Entente Florale ankommen wird, muss abgewartet werden. Für die Überlinger ist jetzt aber schon klar erkennbar, das „Schiff“ und sein „Treibgut“ zeigen, wo Landschaftsplaner und Landschaftsgärtner mehr Lebensqualität durch mehr Grün in der Stadt schaffen können. (BGL)

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