Genbank Zierpflanzen: Start für vegetativ vermehrte Zierpflanzen

Das Netzwerk der Deutschen Genbank Zierpflanzen (DGZ) wird größer. Mit Unterzeichnung der Vereinbarung zur Etablierung und zum Betrieb der Genbank für vegetativ vermehrte Zierpflanzen durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft (BLE) und das Bundessortenamt kann nun die Einbindung von sammlungshaltenden und unterstützenden Partnern erfolgen.

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Das Netzwerk der Deutschen Genbank Zierpflanzen (DGZ) wird größer. Mit Unterzeichnung der Vereinbarung zur Etablierung und zum Betrieb der Genbank für vegetativ vermehrte Zierpflanzen durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft (BLE) und das Bundessortenamt kann nun die Einbindung von sammlungshaltenden und unterstützenden Partnern erfolgen. Ziel ist es, ein dezentrales Netzwerk mit unterschiedlichen Sammlungen und Beständen zu etablieren. Um möglichst viele der wertvollen genetischen Ressourcen nutzbar zu erhalten, erhofft sich das Bundessortenamt die enge Zusammenarbeit mit interessierten Personen und Fachkreisen, insbesondere den botanischen Gärten.

Am 24.11.2015 traf sich der Fachbeirat der DGZ zu seiner zweiten Sitzung im Bundessortenamt in Hannover. Der Fachbeirat berät das Bundessortenamt als Koordinationsstelle der DGZ. Die Beratung erstreckt sich dabei sowohl auf die Ausrichtung der DGZ, ihre Erweiterungen als auch auf fachlich-wissenschaftliche sowie übergeordnete Fragen im Zusammenhang mit der Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der genetischen Ressourcen von Zierpflanzen. Er besteht aus Mitgliedern der Teilnetzwerke, von Bundes- und Landesbehörden, Fachverbänden und -organisationen, aus Wissenschaft und Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen und sonstigen sachkundigen Einzelpersonen.

Nach der Begrüßung und Eröffnung der Sitzung wurde der aktuelle Stand der DGZ mit seinen Teilgenbanken Rhododendron, Rose, samenvermehrte und vegetativ vermehrte Zierpflanzen und dem Netzwerk Pflanzensammlung erläutert. Vorgestellt wurden Planungen zur Gründung einer Teilgenbank Hortensie.

Aktuelle Fragen wie z.B. der Zusammenhang von Schutzrechten und Genbankarbeit sowie die Bewahrung von bestimmten Zierpflanzengattungen und –arten wurden diskutiert. Vertreter der BLE erläuterten den Stand der Umsetzung der Regelungen zum Nagoya-Protokoll und informierten über den Weltaktionsplan zur Bewahrung von pflanzengenetischen Ressourcen.

Alle Beteiligten haben die Bedeutung des Fachbeirats hervorgehoben, da in diesem Gremium Meinungen aus Wissenschaft und Praxis zielführend für die Genbankarbeit an Zierpflanzen zusammengeführt werden können. Der Fachbeirat wird sich erneut im November 2016 treffen.

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