Gartenhaus.com: Führt hybrides Vertriebsmodell ein

Der E-Commerce-Anbieter Gartenhaus.com richtet sein Geschäftsmodell strategisch neu aus und startet in Deutschland einen persönlichen Außendienst.

Tim Böker CEO bei Gartenhaus.com. Bild: Gartenhaus.com.

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Hintergrund sind strukturelle Veränderungen im DIY-Markt: Der E-Commerce-Anteil liegt branchenweit bei rund 20% und hat eine Sättigungsgrenze erreicht. Zusätzlich erschweren steigende Marketingkosten und eine wachsende Abhängigkeit von großen Online-Plattformen weiteres organisches Wachstum.

„Im DIY-Segment sehen wir, dass der Online-Anteil ein Niveau erreicht hat, auf dem reines E-Commerce-Wachstum zunehmend an Grenzen stößt", erklärt Tim Böker, CEO Gartenhaus.com. „Gleichzeitig steigen die Kosten in performancegetriebenen Online-Kanälen, während die Abhängigkeit von Social Media- und Tech-Plattformen zunimmt. Um nachhaltig zu wachsen, müssen wir unser Vertriebsmodell breiter aufstellen."

Seit Anfang 2026 bietet das Unternehmen daher eine kostenlose Vor-Ort-Beratung für Gartenhäuser, Carports und Saunen an. Die Vor-Ort-Beratung erfolgt durch einen neu aufgebauten Außendienst mit erfahrenen Vertriebsmitarbeitern aus dem Handel und ist für Kundinnen und Kunden kostenfrei. Der neue Service umfasst neben der Beratung bei der Produktauswahl auch Unterstützung bei Themen wie Baugenehmigung, Fundament, Anlieferung und Aufbau. Beratungstermine können über den Onlineshop oder über stationäre Vertriebspartner vereinbart werden. Ziel ist es, neue Kundengruppen zu erschließen, vor allem diejenigen, die bei komplexen Projekten persönliche Beratung bevorzugen und bislang stärker im stationären Handel kaufen.

Das neue Modell kombiniert persönliche Betreuung mit bestehenden digitalen Prozessen. Terminvereinbarung, Angebotskalkulation, Produktkonfiguration, Logistiksteuerung und After-Sales-Services bleiben vollständig in die vorhandene E-Commerce-Infrastruktur integriert. Der Außendienst fungiert als zusätzliche Kundenschnittstelle, während Effizienz und Skalierbarkeit der digitalen Systeme erhalten bleiben.

„Wir verbinden die Effizienz unserer digitalen Prozesse mit persönlicher Beratung vor Ort", so Böker. „Damit reduzieren wir die Abhängigkeit von rein digitalen Akquisekanälen und schaffen insbesondere bei beratungsintensiven Projekten mit höheren Warenkörben zusätzliche Wachstumspotenziale."

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