GaLaBau NRW: Juniorenkreis thematisiert Unternehmensnachfolge

Wenn Vater und Sohn gemeinsam die Zukunft ihres Unternehmens im Blick haben, können sich jahrzehntelange Erfahrung und auf Modernität ausgerichteter Ideenreichtum positiv für den Geschäftserfolg erweisen.

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Wenn Vater und Sohn gemeinsam die Zukunft ihres Unternehmens im Blick haben, können sich jahrzehntelange Erfahrung und auf Modernität ausgerichteter Ideenreichtum positiv für den Geschäftserfolg erweisen. Dieses war das Ergebnis der jüngsten Exkursion des Juniorenkreises des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW. Diese führte zum Gartenhof Küsters nach Neuss, der im vorigen Jahr sein 50-jähriges Bestehen feierte und mit 130 Mitarbeitern zu den größten Betrieben der Branche in NRW zählt.

Seit 2012 ist mit Benjamin Küsters die zweite Generation in die Geschäftsleitung der Gartenhof Küsters GmbH aufgerückt. Zusammen mit seinem Vater und Firmengründer Werner Küsters sowie Geschäftsführer Jürgen Telders verfolgt er das Ziel, das Familienunternehmen ständig fit für die Zukunft zu halten. Wie dies im Alltag aussieht, interessierte die 21 GaLaBau-Junioren besonders. Vor allem wie sich die Unternehmensnachfolge gestaltet, zum Beispiel wenn es unterschiedliche Ansichten bei dringlichen Entscheidungen gibt. „Es ist nicht so, dass wir immer einer Meinung sind – das wird dann ausdiskutiert und am Ende des Tages finden wir eine Lösung, die wir beide mittragen und nach außen kommunizieren können“, so Benjamin Küsters.

Die Teilnehmer des Juniorenkreises interessierte insbesondere, wie die Aufteilung von Zuständigkeiten mit dem Eintritt des Juniors in die Geschäftsleitung erfolgte – jeweils aus der Perspektive des Seniors und des Juniors. Gemeinsam erläuterten Benjamin und Werner Küsters, wie die Übergabe von Verantwortlichkeiten in ihrem Unternehmen ablief. Dabei war den Junioren wichtig zu erfahren, wie das Zwischenmenschliche gehandhabt wurde und wird. „Der eine muss kürzertreten und der andere sich immer stärker einbringen, ohne die Stabilität des Unternehmens zu gefährden“, lautete eine Antwort. Doch es wurde auch schnell klar: Was sich so einfach anhört, bedarf viel Fingerspitzengefühl und regelmäßiger Abstimmung. Die Basis für den erfolgreichen Generationenwechsel ist aber wohl: Küsters Junior und Senior treten als Einheit auf. „Ich bin froh dass wir auf einem so guten Weg sind“, betonte Werner Küsters. „Das liegt aber auch daran, dass wir behutsam vorgehen und viel miteinander reden.“

Auch auf sehr persönlichen Fragen, wie beispielsweise mit Unternehmensanteilen umgegangen wird oder wo welche Entscheidungskompetenzen und Veto-Rechte liegen, erhielten die Junioren konkrete Antworten. Diese Kommunikationskultur mit ihrem offenen Umgang mit Informationen unterstützt offensichtlich das gesunde Betriebsklima von Gartenhof Küsters und bezieht alle Beteiligten in die Unternehmensübergabe mit ein. Letztlich konnten die Junioren unter der Führung ihres Vorsitzenden Sebastian Mennigmann als Ergebnis festhalten: Eine Unternehmensnachfolge funktioniert am besten auf der Basis eines vertrauensvollen Miteinanders. Sie ist bis zur endgültigen Übergabe eine Mannschafts- und keine Einzelleistung. Werner Küsters und Benjamin Küsters beweisen jedenfalls eindrucksvoll, wie gut so etwas funktionieren kann.

Auch in den kommenden Monaten wird der Juniorenkreis im Verband GaLaBau NRW attraktive Veranstaltungen für junge Führungskräfte und Unternehmensnachfolger anbieten. Das nächste Treffen des Juniorenkreises findet am 19. März 2015 im Landtag NRW in Düsseldorf statt. Im Rahmen dieses Termins treffen die Junioren auf Landtagsabgeordnete, die ihnen gerne Rede und Antwort stehen.

Bei allen Veranstaltungen geht es auch immer darum, im geselligen Rahmen neue Kontakte zu knüpfen und bereits bestehende zu vertiefen, wie von Karl Jänike zu erfahren ist. Er ist im Verband der Ansprechpartner für den Juniorenkreis und zu erreichen unter der Telefonnummer 0208/84830-36 oder per E-Mail unter k.jaenike@galabau-nrw.de. (pcw) 

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