Niedersachsen: Chancen im Batteriespeicher-Markt nutzen

Batteriespeicher entwickeln sich rasant zu einem zentralen Baustein der Energiewende – und eröffnen landwirtschaftlichen Betrieben neue wirtschaftliche Perspektiven.

Landvolk und Landwirtschaftskammer laden am 4. Juni nach Verden ein. Bild: GABOT.

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Gleichzeitig stellt sich für viele Betriebe die Frage: Lohnt sich ein Einstieg? Welche Chancen gibt es konkret? Und wie lässt sich ein Projekt erfolgreich umsetzen? Antworten darauf liefert ein praxisnahes Seminar, das das Landvolk Niedersachsen gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und Landvolkdienste Niedersachsen am 4. Juni 2026 von 9.30 bis 16.30 Uhr im Niedersachsenhof in Verden anbietet. Allein im vergangenen Jahr wurden in Deutschland Batteriespeicher mit einer Gesamtleistung von rund 3,7 Gigawatt und einer Kapazität von 7,255 Gigawattstunden neu installiert – ein deutlicher Hinweis auf die hohe Dynamik des Marktes. „Für landwirtschaftliche Betriebe entstehen daraus neue Geschäftsmodelle, sowohl als Vermieter von Flächen als auch als Investoren“, erklärt Silke Foget, die als Rechtsanwältin für Erneuerbare Energien, insbesondere die Bereiche Agri-PV, Batteriespeicher sowie Netzanschluss beim Landvolk Niedersachsen begleitet.

Das Seminar richtet sich daher nicht nur gezielt an Betriebe, die landwirtschaftliche Flächen für Batteriespeicher zur Verfügung stellen und vermieten möchten, sondern auch an jene die selbst investieren und einen Speicher errichten und betreiben wollen. Ebenso sind Beraterinnen und Berater angesprochen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Theorie, sondern die konkrete Entscheidungsunterstützung für die Praxis. Die Teilnehmenden erhalten einen kompakten Überblick über alle zentralen Erfolgsfaktoren von Batteriespeicherprojekten: Von der wirtschaftlichen Bewertung und Vermarktung über Netzanschluss und regulatorische Rahmenbedingungen (EEG/EnWG) bis hin zu Genehmigungsfragen und baurechtlichen Anforderungen. Ergänzt wird dies durch praxisrelevante Themen wie Vertragsgestaltung, Versicherungsfragen sowie Risikobewertung, zum Beispiel im Hinblick auf Brandschutz und Betriebssicherheit.

Besonderen Mehrwert bieten auch konkrete Praxisbeispiele aus der landwirtschaftlichen Umsetzung. Dazu zählen Stand-Alone-Speicher in umgenutzten Betriebsgebäuden sowie die Kombination von Agri-Photovoltaik und Batteriespeichern (Co-Location). Damit erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer direkte Einblicke in bereits realisierte Projekte und deren wirtschaftliche wie technische Rahmenbedingungen. „Ziel ist es, den Teilnehmenden eine realistische Grundlage für Investitions- und Vermietungsentscheidungen zu geben“, heißt es seitens des Landvolks. Gerade angesichts dynamischer gesetzlicher Rahmenbedingungen und eines sich schnell entwickelnden Marktes sei fundiertes Wissen entscheidend für erfolgreiche Projekte. Die Teilnahmegebühr beträgt 199 Euro brutto pro Person oder 149 Euro für Landvolk Mitglieder und umfasst Tagungsunterlagen sowie Verpflegung.

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