Beratertagung Zierpflanzenbau: Fachlicher Austausch im Nordwesten

Vom 4. bis 7. Mai 2026 führte die diesjährige Beratertagung Zierpflanzenbau in das Ammerland und nach Oldenburg.

Inhaltlich standen zentrale Zukunftsfragen des Zierpflanzenbaus im Fokus der Beratertagung. Bild: GABOT.

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Zahlreiche Gartenbaubetriebe öffneten mitten in der Saison ihre Türen und boten den teilnehmenden Beraterinnen und Beratern wertvolle Einblicke sowie Raum für intensiven fachlichen Austausch.

Sebastian Heinje präsentierte aktuelle Entwicklungen aus dem Baumschulsektor. Bei Carolin Melle stand die Vielfalt der Beetpflanzen im Mittelpunkt, während in Dötlingen die Familie Schachtschneider eindrucksvoll ihre Staudenkulturen vorstellte. Ergänzt wurde das Programm durch umfassende Einblicke in Moor- und Torfthemen bei Gramoflor in Vechta.

Inhaltlich standen zentrale Zukunftsfragen des Zierpflanzenbaus im Fokus: Torfersatzstoffe, nachhaltige Produktionsverfahren, Wassermanagement im Freiland sowie aktuelle Pflanzenschutzthemen. Diese Aspekte konnten praxisnah auch anhand der vielfältigen Versuche an der Lehr- und Versuchsanstalt Bad Zwischenahn vertieft werden.

Sowohl im Rahmen der Vorträge als auch in den Diskussionen mit den teilnehmenden Betrieben nahm ein Thema erneut großen Raum ein: die Aufzeichnungspflichten im Pflanzenschutz. Die neuen Vorgaben werden von vielen Praktikern kritisch gesehen, da die betriebliche Umsetzung erheblich erschwert ist. Der bürokratische Aufwand wird dabei vielfach als unverhältnismäßig im Vergleich zum erkennbaren Nutzen eingeschätzt.

Die Tagung unterstrich einmal mehr die Bedeutung eines engen Dialogs zwischen Beratung, Praxis und Forschung für die Weiterentwicklung des Zierpflanzenbaus.

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