frux GaLaBau: Torfreduzierte und torffreie Substrate

Die Diskussion um Torfersatz nimmt mit der Initiative vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft vom November 2018 so richtig Fahrt auf.

Der Stauden- und Rosenmulch ‚Gartenfaser‘, ein torf- und gerbsäurefreies Mulchmaterial von frux GaLaBau, bleibt auch in Hanglagen oder bei Starkregen stabil liegen, da die enthaltenen Holzfasern miteinander verzahnen. Bei Wechselflorflächen kann dieses Mulchmaterial einfach als Bodenverbesserer in den Unterboden eingearbeitet werden. Bild: frux GaLaBau.

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„In der Schweiz hat sich u.a. der Unternehmerverband der Gärtner langfristig für den Verzicht von Torf ausgesprochen“, weiß Gartenbauingenieur Jonas Rothenhöfer, Qualitätsbeauftragter sowie Produktmanager frux GaLaBau. Bis 2022 ist der Verzicht auf Torf noch freiwillig. „Ausgenommen sind spezielle Anwendungen, wie z.B. das Anlegen bzw. Pflegen von Moorbeeten“, sagt Rothenhöfer. „Hier sind wir bei dem aus unserer Sicht eigentlichen Kern. Torf ist nach derzeitigem Wissensstand noch nicht in jedem Substrat komplett ersetzbar und sollte nicht um des Ersatzes willen ersetzt werden. Alternative Zuschlagstoffe sollten vor allem die Eigenschaften optimieren“, so Rothenhöfer. „Auch die Verfügbarkeit der Rohstoffe spielt bei dieser Debatte eine wichtige Rolle.“

Alternative Komponenten optimieren Torfsubstrate

„Einheitserde widmet sich dem Thema Torfersatz schon seit Jahrzehnten, lange bevor die Diskussion überhaupt aufkam“, so Rothenhöfer. Seit den 1950ern mischt Einheitserde seinen Substraten Ton bei. „Frischer Naturton hat hohe Speicher- und Pufferkapazitäten für Wasser und Nährstoffe. Ein Ton-Torf-Gemisch gleicht Schwankungen im Wasser- und Nährstoffangebot deutlich besser aus als ein reines Torfsubstrat und lässt sich leichter wiederbenetzen“, erläutert Rothenhöfer. Darüber hinaus verbindet Ton, den Einheitserde in eigenen Gruben abbaut, die verschiedenen Substratkomponenten miteinander und ist ein wichtiger Bestandteil von Substraten mit Holzfasern.

Holzfasern unterliegen keinen Nährstoffschwankungen

Holzfasern spielen beim Torfersatz eine wesentliche Rolle. „Sie kommen den chemisch-physikalischen Eigenschaften von Torf sehr nahe und weisen z.B. ähnlich günstige kapillare Verhältnisse auf“, erläutert Rothenhöfer. Holzfasern lockern die Erde auf, verbessern Drainagefähigkeit, Wiederbenetzbarkeit sowie Luftzirkulation und fördern schnelles Wurzelwachstum. Ein weiterer Grund, warum Holzfasern als alternativer Zuschlagstoff unersetzlich sind, ist die Rohstoffverfügbarkeit. „Wir produzieren unsere EUROHUM Holzfasern aus Hackschnitzeln, die in Sägewerken in der Region anfallen. Auf einer eigenen Anlage fraktioniert und stickstoffstabilisiert, unterliegen Holzfasern im Gegensatz zu anderen Ersatzstoffen wie Rindenhumus und Kompost keinen großen Schwankungen im Nährstoffgehalt und können vielseitig eingesetzt werden, ohne extra Stickstoffdüngung.

Substrate reduzieren Arbeitsaufwand und Kosten

„Unsere Substrate und Bodenverbesserer für den Garten- und Landschaftsbau sind schon jetzt durchweg torfreduziert, einige sogar komplett torffrei“, sagt Rothenhöfer. Bis 2016 liefen sie unter der Marke Einheitserde und wurden dann unter frux GaLaBau zusammengefasst. „Ziel bei all unseren Weiterentwicklungen sind neben der Berücksichtigung politischer Entwicklungen sowie aktueller Verbraucherwünsche vor allem die Rohstoffverfügbarkeit sowie die Kultur- und Anwendungssicherheit für GaLaBauer. Letztendlich geht es darum, dass unsere Substrate und Materialien den Arbeitsaufwand verringern und damit Kosten senken.“ Der Stauden- und Rosenmulch "Gartenfaser" zum Beispiel, ein torf- und gerbsäurefreies Mulchmaterial, spielt seine Vorteile gegenüber herkömmlichen Materialien nicht nur in Hanglagen und beim Abdecken empfindlicher Pflanzen wie Bodendecker, Stauden und Rosen aus. Bei der Neubepflanzung gemulchter Flächen muss dieses Mulchmaterial nicht erst abgetragen werden, sondern kann in den Unterboden als Bodenverbesserer eingearbeitet werden.

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