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FloraHolland: Plant deutlich mehr Investitionen
Zum zweiten Mal in Folge wurde beim Umsatz die 5-Milliarden-Marke geknackt. Und das, obwohl das vergangene Jahr für viele Erzeuger schwierig und unvorhersehbar war. Die Zahl der gehandelten Erzeugnisse ging um 7% auf insgesamt 10,8 Mrd. zurück. Der Angebotsrückgang ist hauptsächlich auf die hohen Energiekosten für die Erzeuger zurückzuführen. Der Durchschnittspreis lag um 2% niedriger als im Jahr 2021. Dies wurde durch hohe Inflationsraten ausgeglichen. Das Betriebsergebnis von Royal FloraHolland, nach Steuern, war ein Verlust von 4 Mio. Euro. Die Hauptursachen waren eine Abschreibung von 5,7 Mio. Euro auf die in Insolvenz gegangene Floriworld und 11,4 Mio. Euro höhere Energiekosten. Durch erhebliche Kosteneinsparungen konnte der Verlust begrenzt werden, während gleichzeitig die Umsetzung der Strategie und die Investitionen in die Zukunft mit Hochdruck vorangetrieben wurden. Die Höhe der Investitionen belief sich auf 90 Mio. Euro.
Besorgnis über Fortschritte bei der Energiewende
Die Blumenindustrie hat das Ziel, langfristig CO2-neutral zu werden. Dazu sind erhebliche Investitionen in Wind- und Solarenergie, Geothermie und die Nutzung von Restwärme aus der Industrie erforderlich. Steven van Schilfgaarde: "Die Pläne des Kabinetts, die Energiesteuern für den Unterglasgartenbau anzupassen, haben erhebliche finanzielle Auswirkungen auf unseren Sektor. Die Universität Wageningen hat errechnet, dass der Unterglasgartenbau auf der Grundlage dieser Maßnahmen ab 2025 mit einem enormen Kostenanstieg konfrontiert sein wird. Für den Zierpflanzenbau geht es dabei um Hunderte von Millionen pro Jahr. Die Politik der Regierung steht also den notwendigen Investitionen in die Energiewende im Weg. Gerade zum jetzigen Zeitpunkt. Dadurch wird die internationale Position des niederländischen Zierpflanzenbaus unnötig weiter unter Druck gesetzt. Das Gleiche gilt für die Rolle der Niederlande als Drehscheibe des globalen Zierpflanzensektors. Gemeinsam mit allen Beteiligten setzen wir uns dafür ein, dass das Kabinett diese vorgeschlagene Belastungserhöhung nicht umsetzt."
Unvorhersehbares Jahr
Sowohl die Nachfrage als auch das Angebot waren im Jahr 2022 unvorhersehbar. Stornierungen von Aufträgen durch internationale Einzelhandelsunternehmen erhöhten unerwartet das Angebot, während der Arbeitsmarkt, insbesondere für Logistikpersonal, sehr angespannt war. Dies führte zu Engpässen in der Logistik bei Royal FloraHolland, was dazu führte, dass die logistischen Dienstleistungen geringer ausfielen als geplant. Gegen den Trend stieg der Taktanteil leicht auf 40% an. Das Wachstum der digitalen Plattform Floriday setzte sich fort. Im Jahr 2022 wurden durchschnittlich 33% der direkten Transaktionen über Floriday abgewickelt, mit einem sichtbaren Aufwärtstrend im Laufe des Jahres, der sich im Jahr 2023 weiter beschleunigt. In der 10. Woche des Jahres 2023 lag der Anteil bereits bei 56%. Jede Woche nutzen 5.500 Erzeuger und Käufer aus 45 Ländern Floriday. Royal FloraHolland hat über 600 internationale Mitglieder. Auf sie entfallen 18,2% der Verkäufe auf dem Marktplatz und sogar 29,1% der Verkäufe auf der Uhr.
Finanziell solide
Royal FloraHolland verfügt über eine solide finanzielle Bilanz. Das macht es möglich, in die Zukunft zu investieren. CFO David van Mechelen: "Im April letzten Jahres habe ich auf der Grundlage der damaligen Erkenntnisse nicht ausgeschlossen, dass wir 2022 einen großen Verlust machen werden. Trotz stark gestiegener Energiekosten und der Abschreibung auf Floriworld ist es uns gelungen, den Verlust auf 4 Mio. Euro zu begrenzen. Wir haben im vergangenen Jahr erhebliche Kosteneinsparungen erzielt. Das Haus ist dank unseres Programms Basics Right in guter Verfassung. Außerdem haben wir eine Reihe zusätzlicher Maßnahmen ergriffen, wie zum Beispiel einen Einstellungsstopp für Stellen außerhalb der Logistik. Gleichzeitig haben wir aber bewusst darauf geachtet, die Geschwindigkeit der Strategieumsetzung nicht zu beeinträchtigen. Im vergangenen Jahr haben wir 90 Mio. Euro in unsere Zukunft investiert, u.a. in Floriday, neue Logistik, Erneuerung der IT, Instandhaltung der Immobilien und die Entwicklung von Aalsmeer-Oost. Das sind 22 Mio. mehr als im Vorjahr".
Neu in diesem Jahresbericht
In diesem Jahresbericht macht RFH einen wichtigen ersten Schritt zur Berichterstattung gemäß den Anforderungen der Corporate Sustainable Reporting Directive (CSRD). Damit nehmen sie die Verpflichtung vorweg, dies per Geschäftsbericht 2025 zu tun. Nachhaltigkeit in all ihren Facetten wird bei Royal FloraHolland großgeschrieben. Außerdem wurde Floriway zum ersten Mal für das gesamte Geschäftsjahr vollständig einbezogen (2021 wurde Floriday nur für zwei Monate konsolidiert). Floriway ist ein Zusammenschluss von drei Transportunternehmen, mit Royal FloraHolland als Hauptaktionär. Infolgedessen sind beispielsweise der Betriebsumsatz und die Mitarbeiterzahl von Royal FloraHolland wesentlich höher als im Jahr 2021. (RFH)

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