Einschleppung eines neuen Schaderregers befürchtet

Anzeige

Die Japanische Esskastanien-Gallwespe (Dryocosmus kuriphilus), weltweit als größter Schädling an Esskastanien (Castanea spp.) angesehen, ist bisher in Deutschland nicht aufgetreten.Der „PFLANZENSCHUTZ-WARNDIENST für Baumschulen“ des Amtes für ländliche Räume in Lübeck - Abteilung Pflanzenschutz – befürchtet jetzt jedoch eine mögliche Einschleppung. Die ursprüngliche Verbreitung sei Asien (1941 Japan, Korea, China), seit 1975 auch USA, im Jahr 2002 sei die Gallwespe in Italien (Piemonte-Region) festgestellt worden und breite sich seitdem dort aus und sei auch bereits mit Baumschulmaterial nach Frankreich und Slowenien verschleppt worden, wo größere Esskastanien-Bestände bedroht seien.

 

Typische Symptome seien laut Pflanzenschutz-Warndienst die von den Gallwespen-Larven induzierten Gewebeverdickungen an Blättern, Knospen und Trieben, sogenannte „Gallen“. Diese Gallen seien grün bis rötlich gefärbt und mit bis zu 2 cm Durchmesser eine auffällige Erscheinung, während die Larve selbst oder die adulte Wespe mit 2,5 mm Größe weniger auffielen. Eine Bekämpfung sei wegen der Lebensweise kaum möglich, daher sei frühzeitiges Erkennen und Vernichten befallener Pflanzen die wichtigste präventive Maßnahme. Zudem sei dieser Schadorganismus aufgrund einer neuen EU-Entscheidung (2006/464/EG) bei Befallsverdacht dem zuständigen Pflanzenschutzdienst zu melden, der darüber hinaus durch amtliche Erhebungen den Befallsstatus im Gebiet festzustellen habe.

Der GABOT-Newsletter

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.