Einreisebestimmungen: Klare und verlässliche Regeln nötig

Die aktuellen Vorschriften für Einreisende nach Deutschland stellen die gesamte Transport- und Logistikbranche vor eine Zerreißprobe.

Verbände befürchten bei unverlässlichem Lieferverkehr Engpässen in der Versorgung. Bild: GABOT.

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Der Handelsverband Deutschland (HDE), der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) und der Deutsche Fruchthandelsverband (DFHV) fordern daher Nachbesserungen bei den Einreisebestimmungen.

Nach Einschätzung der Verbände wird es ohne Anpassung der Vorschriften zu Engpässen in der Versorgung kommen. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth betont, gemeinsam mit seinen Partnern könne der Handel auch unter Krisenbedingungen die Versorgung aufrechterhalten. Allerdings dürfe es nicht zum Bruch der Lieferketten durch Grenzsperrungen kommen. „Gerade im Bereich frischer Lebensmittel brauchen wir durchlässige Transportketten. Bereits längere Staus und Aufenthalte an Grenzen können zum Verderb der Waren führen. Der verlässliche Warentransport muss daher im Fokus der Politik stehen“, so Genth weiter.

HDE, BGL und DFHV sehen insbesondere die unüberschaubare Verordnungslage auf Bundes- und Länderebene als Gefahr für die Sicherstellung der grenzüberschreitenden Logistik. Es bedürfe einheitlicher Regeln und einer übersichtlichen Kommunikation von Melde-, Test- und Quarantänevorschriften in deutscher und englischer Sprache auf einer bundesweiten Plattform. Zudem müsse eine geeignete Testinfrastruktur mit Testdokumenten in allen EU-Sprachen geschaffen werden. Wie in der Empfehlung des Rats der Europäischen Union vom 1. Februar formuliert, sollten „Transport Workers“ grundsätzlich von Test- und Quarantänepflichten ausgenommen sein. (PdH)

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