Brandenburg: Geringe Spargelernte trotz Flächenzuwachs

In der diesjährigen Saison wurden im Land Brandenburg nahezu 4.000 Hektar Spargel als Ertragsflächen gezählt.

Die Erntemenge betrug in Brandenburg in dieser Saison rund 19.100 Tonnen. Bild: GABOT.

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Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, nahm die Erntefläche um rund 7% gegenüber dem Vorjahr zu und ist damit die bisher größte ertragsfähige Spargelfläche im Land Brandenburg. Brandenburg zählt neben Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zu den wichtigsten Anbauländern in Deutschland.

Dem Flächenzuwachs steht ein größerer Rückgang des Gesamtertrages von vorjährig 58 Dezitonnen je Hektar (dt/ha) auf 48 dt/ha gegenüber. Im Vergleich liegt der aktuelle Ertrag jeweils 17% unter dem Vorjahreswert und unterhalb des sechsjährigen Durchschnitts (2014 bis 2019). 2006 lag der Ertrag mit knapp 45 dt/ha letztmalig unter dem diesjährigen Hektarertrag.

Die Erntemenge betrug rund 19.100 Tonnen und ging damit gegenüber dem Vorjahr um 12% zurück. Im Vergleich zum sechsjährigen Durchschnitt ist ein Rückgang um 4% zu verzeichnen. Mit 15.300 Tonnen lag die Erntemenge zuletzt im Jahr 2015 unterhalb der aktuell gemeldeten Menge.

Während im Erntejahr 2019 Wetterbedingungen wie Frühjahrstrockenheit oder Spätfröste die Bewirtschaftung der Spargelfläche vor besondere Herausforderungen stellte, ist davon auszugehen, dass die diesjährigen Erntemengen teilweise von der Corona-Pandemie beeinflusst wurden. Nach einzelnen Meldungen der Betriebe betrifft das auf der einen Seite die Abhängigkeit der Spargelproduktion von der Anzahl verfügbarer Saisonarbeitskräfte und auf der anderen Seite die Absatzmöglichkeiten auf den strapazierten Märkten. (Amt für Statistik Berlin-Brandenburg)

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