Bittergurke: Exotisches Gemüse mit heilender Wirkung

Die zu den Kürbisgewächsen, Cucurbitaceae, zählende Bittergurke Momordica charantia, auch Bittermelone oder Balsambirne genannt, wächst als Frucht einer einjährigen Gemüsepflanze in tropischen und südtropischen Gegenden.

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Die zu den Kürbisgewächsen, Cucurbitaceae, zählende Bittergurke Momordica charantia, auch Bittermelone oder Balsambirne genannt, wächst als Frucht einer einjährigen Gemüsepflanze in tropischen und südtropischen Gegenden. Sie ist in Asien, wo man sie vor allem wegen ihrer Heilkraft einsetzt, seit Jahrhunderten gebräuchlich. Die Bittergurke gibt es in drei Varietäten: zum einen die aus China stammende hellgrüne walzenförmige Kugua, zum anderen die dunkelgrüne kurz-ovale Karela aus dem indischen Raum sowie die hellgrüne nur 6 bis 10cm große, auffällig gewarzte subtropische Art aus Südafrika.

Die Bittergurke ist die Frucht einer 6 bis 10m hohen Kletterpflanze. Mit ihrer Länge von bis zu 30cm ähnelt sie in der Tat einer grünen Gurke, damit hört der Vergleich aber auch schon auf. Die Schale ist stark gefurcht und teilweise warzig. Das etwas dicke und perlmuttartige Fleisch ist recht trocken und trägt zahllose weißliche Kerne in sich.

Aufgrund ihres enormen Chiningehaltes schmecken die reifen weißen, gelben oder orangefarbenen Früchte relativ bitter; die dunkelgrünen warzigen jedoch weniger als die hellen glatten Gurken. Eben wegen ihrer Bitterstoffe kann man sie nicht roh essen und die kulinarischen Möglichkeiten sind deshalb eingeschränkt.

In der chinesischen Küche werden sie oft dampfgegart und dann in Suppen oder zu Schweinefleisch, Zwiebeln, Ingwer und einer Sauce aus schwarzen Bohnen serviert. In Indien werden sie häufig für sich alleine oder mit Kümmel und Kurkuma gewürzt zu Linsen bzw. Kartoffeln als Vorspeise gereicht. Die Bittergurken werden außerdem in einer speziellen Trocknungs- und Auslesemethode zu einem Tee aufbereitet.

Die Bittergurke ist sehr reich an Vitaminen A, B2, B12 und C sowie Eisen, Kalzium, Phosphor, Kupfer und Kalium. Folgende Wirkungen sind unter anderem wissenschaftlich belegt: blutzucker- und cholesterinsenkend, blutreinigend, harntreibend, leicht abführend und stimulierend bei der Fettverdauung. Forschungsarbeiten untersuchen das Heilpotential der Bittergurke, insbesondere hinsichtlich der Anwendungen ihres natürlichen Insulins. Denn es wurde herausgefunden, dass in asiatischen Ländern, in denen diese Pflanzen regelmäßig auf dem Speiseplan erscheinen, Diabetes-Erkrankungen selten zu verzeichnen sind.

Während die Bittergurke in Südostasien, hauptsächlich in Indien und Indonesien, ein beliebtes Lebensmittel ist, wird sie auf westlichen Märkten erst seit relativ kurzer Zeit angeboten. Bittergurken sollten beim Kauf fest sein und keine bräunlichen Dellen aufweisen. In einem gelochten Plastikbeutel hält sich eine Bittergurke etwa eine Woche im Kühlschrank. Sie lässt sich allerdings nicht einfrieren. (Quelle: BLE, Eiser/Henrich; fruchtportal.de; wikipedia.de; Gießener Zeitung; artee.at) 

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