bionero: Baut Vorsprung weiter aus

Das junge Start-Up Unternehmen bionero aus Oberfranken ist Insidern spätestens seit der Auszeichnung als „bestes bioökonomisches Unternehmen 2020“ durch den BHB-Verband und die Nominierung für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2021 bestens bekannt. Jetzt folgt der nächste Meilenstein, der die gesamte Branche revolutionieren könnte.

Pflanzenkohle ist die wichtigste Zutat aller bionero-Produkte. Bild: GABOT.

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Pflanzenkohle ist aufgrund ihrer einzigartigen Eigenschaften zwischenzeitlich regelrecht populär geworden. Vor allem im Boden wirkt sie wahre Wunder. Ihre außergewöhnlich große Oberfläche sorgt für enorme Wasser- und Nährstoffspeicherkapazität, sie lockert den Boden auf und bietet Lebensraum für essenzielle Mikroorganismen.

Richtig dosiert, aber vor allem perfekt auf den Einsatz im Boden vorbereitet, bildet die Pflanzenkohle die wohl wichtigste Zutat aller bionero-Produkte.

Aber damit nicht genug: Neben diesen herausragenden Eigenschaften für den Anwender stabilisiert der bionero-Wertschöpfungsprozess den in der Biomasse enthaltenen Kohlenstoff für Jahrtausende und verhindert damit die erneute Bildung von CO2. Die im bionero-Verfahren fixierte Menge an CO2 ist dabei erheblich größer, als die produktionsbedingten Emissionen. Tägliche Rückstellproben und regelmäßig durchgeführte chemische Analysen ermöglichen die exakte Quantifizierung und somit auch die Zertifizierung der entstehenden Kohlenstoffsenken.

Auf Basis dieser C-Senken-Zertifikate, auch „Carbon Removals“ genannt, ergeben sich sowohl für das Start-Up als Hersteller, als auch für Händler der Produkte gänzlich neue Möglichkeiten. Neben dem schlichten Verkauf des Senkenwertes zusammen mit den Produkten an den Endkunden, besteht beispielsweise künftig die Möglichkeit, handelseigene Emissionen zu tilgen und ganze Lieferketten, den Betrieb von Marktflächen oder die Bereitstellung von Online-Marktplätzen klimaneutral zu gestalten.

bionero schlüpft hierbei in eine echte Vorreiterrolle und vereint als erstes Unternehmen weltweit alle nötigen Verfahrensschritte auf dem Weg zu zertifizierbaren Kohlenstoffsenken. Entsprechend groß sind natürlich die ambitionierten Ziele des Familienunternehmens, zumal das Verfahren erst kürzlich vom Weltklimarat IPCC als eine von zwei Möglichkeiten zur aktiven Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre eingestuft wurde. Und das ist dringend notwendig: Bis Ende des Jahrhunderts müssen ca. 100 Gigatonnen (100 Mrd. Tonnen) CO2 wieder aus der Atmosphäre entnommen werden, um die Klimakrise einzudämmen bzw. abzuwenden.

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