Belgien: Diskussion über Blumenverkauf

"Es ist nicht fair, dass der Handel in Belgien immer noch (Import-)Blumen verkaufen darf", findet die Euroveiling.

Aktuell dürfen Floristen keine Schnittblumen verkaufen. Bild: GABOT.

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Die Euroveiling in Brüssel kritisiert in einem offenen Brief, dass die Regierung in Belgien für den Einzelhandel und die Supermärkte zwei Gewichte und Maße verwendet. Während der Einzelhandel, der sich vor Ort selbst versorgt, wegen dem Coronavirus schließen muss, verkauften Einzelhandelsketten weiterhin große Mengen an importierten Blumen.

Blumenläden, Gartenzentren und der Markthandel sind wegen dem Coronavirus gezwungen, zu schließen, mit Sanktionen und polizeilicher Kontrolle, berichtet das "Vlaams infocentrum land-en tuinbouw". Danach blieben Supermärkte für den Verkauf von Lebensmitteln geöffnet, da dies von entscheidender Bedeutung sei. Aber laut Euroveiling verkauften sie alle noch immer recht große Mengen importierter Blumen und Pflanzen. "Der örtliche Handel, die Gartenzentren und Blumenläden werden ins Abseits gedrängt, es sei denn, sie liefern Bestellungen auch über Webshops aus. Aber nicht gruppierte Lieferungen sind immer verlustbringend. So bekommt der Einzelhandel ein paar verlustreiche Krümel und die großen Ketten laufen auf Hochtouren", so Roger Fierens, Geschäftsführer von Euroveiling, in dem Brief.

Fierens sagt, dass er E-Mails von Kunden erhält, die ihre Türen schließen müssen, während einhundert Meter entfernt ein ganzer Lastwagen mit importierten Blumen in einem Supermarkt für den Verkauf entladen wird. "Wir können die Maßnahmen verstehen, aber dann darf der Lebensmittelhandel keine Blumen oder Pflanzen verkaufen. (...) Unser belgischer Handel wird einfach von den Ketten übernommen, der mit importiertem Material arbeitet, und zwar mit der Erlaubnis der Regierung", heißt es.

"Es ist ein völliges Desaster, umso mehr, als der Handel nach einer möglichen Erholung nur sehr langsam anlaufen wird. Dies ist ein Appell an die Regieung, Unterstützungsmaßnahmen auszuarbeiten", sagt Fierens.

Die Euroveiling selbst arbeitet mit einer Mindestbelegung. Der Uhrenverkauf ruht, es gibt nur noch den Verkauf über den Webshop, im Dienste der Gärtner und einiger weniger Kunden, die den Verkauf über den Webshop abwickeln.

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