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BdB Schleswig-Holstein: Öffentliche Mitgliederversammlung
Der Klimawandel ist im öffentlichen und privaten Bewusstsein angekommen. Überhitzung in Städten, Waldsterben 2.0, Dürreperioden und beginnende Wasserknappheit einerseits – Stürme und Starkregen mit Überschwemmungen anderer-seits. Mehr GRÜN kann diese Folgewirkungen signifikant abmildern. Dazu bot der BdB Schleswig-Holstein zwei relevante Impulsvorträge im Rahmen seiner Öffentlichen Mitgliedersammlung am 5. Februar 2024 im Gartenbauzentrum Ellerhoop an.
Ansprache zur Lage der Baumschulwirtschaft S-H
Vorstandsmitglied Jan-Hinrich Heydorn begrüßte zahlreiche Gäste aus Land und Kreis. Er nahm Bezug auf die aktuellen nationalen Bauernproteste und schilderte die Betroffenheit der Baumschulbranche. Anhand vielfältiger Beispiele zeigte er eindrucksvoll auf, welche Bürokratielast auf einem Baumschulbetrieb als Teil der Agrarwirtschaft liegt. „Die aktuellen Sparbeschlüsse der Bundesregierung haben das Fass nur zum Überlaufen gebracht – das Fass vor davor schon voll! Wer die deutsche Agrarwirtschaft erhalten will, muss an diese Überregulierung ran“, forderte Heydorn.
Eine gute Perspektive sieht Heydorn beim zukünftigen Absatz von Gehölzen: „Die Baumschulbranche ist Teil der Lösungen, wenn um die Anpassungen an die Klimawandelfolgen geht, in der Stadt genauso wie im Wald. Ohne leistungsfähiges Grün in der Stadt und den Waldumbau mit Mischbaumarten werden wir nicht auskommen“, ist sich Heydorn sicher.
Ehrungen
Erfolgreiche Aussteller bei der BUGA Mannheim 2023
Vorstandsmitglied Gesa Glißmann überreichte die Urkunden und Medaillen an folgende erfolgreiche Aussteller bei der BUGA Mannheim 2023:
| Aussteller- Name und Ort | Große Gold | Gold | Silber | Bronze | Ehrenpreis |
|---|---|---|---|---|---|
| W. Kordes' Söhne - Rosenbaumschulen GmbH & Co. KG, Klein Offenseth-Sparrieshoop | 1 | 5 | 6 | 15 | |
| Rosen Tantau Vertrieb GmbH & Co. KG, Uetersen | 1 | 2 | 4 | 7 | |
| H. Clausen - Baum - & Rosenbaumschulen, Böklund | 3 | 6 | 11 | 1 | |
| Eggert Baumschulen, Vaale | 2 | 5 | 9 | ||
| Rosarie Pflanzenhandel GmbH, Heidgraben | 3 | 8 |
10 Jahre ehrenamtliche Leitung des Dt. Baumschulmuseums – Dr. Heike Meyer-Schoppa
John Hermann Cordes, Vorsitzender des Fördervereins Deutsches Baumschulmuseum e.V., Pinneberg, bedankte sich bei Museumsleiterin Dr. Heike Meyer-Schoppa für 10 Jahre erfolgreiche Arbeit für das einzige Baumschulmuseum in Deutschland. „Zertifizierung durch das Land Schleswig-Holstein, BnE-Zertifizierung der Bildungsangebote, jährliche Sonderausstellungen und ein umfangreiches Kulturprogramm. Dabei gut vernetzt mit einer Vielzahl von Partnern in der Region - eine beeindruckende Leistungsbilanz, Heike. Mach weiter so!“, lobte Cordes und übergab Meyer-Schoppa unter dem anhaltenden Beifall des Auditoriums einen Blumenstrauß.
„Mit der GrünFZ zur Grün-Durchwachsenen Stadt“
Um die Klima-Problematik in den Städten abmildern zu können, muss die historisch gewachsene Vorstellung einer „steinernen Stadt“ und die hiermit verbundene Trennung von Natur und Architektur endgültig abgelöst werden. Überall dort, wo in Städten Hitze, CO2 und Feinstaub entstehen, braucht es direkt vor Ort Kühlung, Filterung und die Umwandlung von CO2 in Sauerstoff.
Das von Politik immer vielbeschworene Prinzip der Freiwilligkeit hat sich in Bezug auf seit langem wissenschaftlich erkannte Klimapolitische Fehlentwicklungen der Städte (Club of Rome 1972) in den letzten 50 Jahren als gescheitert erwiesen. Weiterhin darauf zu hoffen, ohne bindende Regeln grün durchwachsene Städte -egal welchen Fachbegriff man dafür nutzt - blühen zu sehen ist nicht nur sinnlos, sondern verantwortungslos.
Die Forderung an die Politik ist: Verbindliche Regeln zur Durchgrünung der Städte für Neubauvorhaben und für Bestandsbauten jeglicher Nutzung sind umzusetzen. Neben der GRZ und GFZ ist eine Grünflächenzahl= GrünFZ in der Baunutzungsverordnung zu etablieren. Die Grünflächen sollen an den nach außenwirkenden Oberflächen des Grundstücks und Gebäudes realisiert werden. Bodengebundene Vegetation, Bäume und Büsche, Gründächer und Fassadenbegrünungen in ausreichendem Maß helfen das städtische Kima zu kühlen, Feinstaub zu filtern und die Luftkennwerte zu verbessern - für Klima- und Gesundheitsschutz. Gebäudeeigentum verpflichtet!
„Wie kommt der Baum ins Museum? Zur Machbarkeitsstudie an der Grünen Meile Ellerhoop“
Der Kreis Pinneberg hat zur Weiterentwicklung des Deutschen Baumschulmuseums die leisureworkgroup GmbH aus Hamburg mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Es soll ein neuer Standort bestimmt und eine Vision für ein neues Ausstellungshaus, das die inhaltlichen Themen zu den Pinneberger Baumschulen mit ihrer Geschichte zeigen soll, entwickelt werden. Es wird aber u. a. auch das zukunftsweisende Thema des Veranstaltungsabend des BdB: „Städte und Umwelt“ in dem neuen Haus Berücksichtigung finden. Im Vortrag erläutert Volker Reimers, einer der beiden geschäftsführenden Gesellschafter der lwg, wie eine Ausstellung im Rahmen der Machbarkeitsstudie erarbeitet wird und „Wie der Baum ins Museum kommt“. Neben den vielschichtigen Arbeiten der Studie werden auch einige Anekdoten aus der Ausstellungsgestaltung und Betriebsentwicklung von Ausstellungen und Museen erzählt. Die leisureworkgroup aus Hamburg ist ein Atelier für Szenografie und Ausstellungsentwicklung sowie eine Agentur für Machbarkeits- und touristische Studien mit fast 25 Jahren Erfahrung.
Anschließend kamen Veranstalter, Mitglieder und Gäste im Dialog zusammen. (BdB SH)

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