BdB: Praxis für Politik 2019

Auch 2019 wurde bereits von einer Vielzahl an Bundestagsabgeordneter für ein Praktikum in einer Baumschule genutzt. Die Politiker verschafften sich dabei einen Einblick in den Alltag einer Baumschule und diskutierten intensiv über die Herausforderung der Branche.

Frau Winkelmeier-Becker (CDU/CSU) diskutiert während des Topfens von Lavendel mit Herrn Auerbach von Auerbachs Garten (Hennef) über die Verwendung von Torf in gärtnerischen Substraten. Bild: BdB.

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Der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BdWI) organisiert für seine Mitglieder unter dem Motto „Praxis für Politik“ die sogenannten Politikerpraktika. Dabei besuchen Bundes- wie Europaabgeordnete in ihren Wahlkreisen Betriebe, um sich von deren Leistungsfähigkeit überzeugen zu lassen. Auch nutzen sie die Gelegenheit, über aktuelle Herausforderungen der Branche zu diskutieren. Der BdB beteiligt sich bereits seit vielen Jahren an dieser Aktion. Auch 2019 wurde bereits von einer Vielzahl an Bundestagsabgeordneter für ein Praktikum in einer Baumschule genutzt.

Fraktionsübergreifendes Interesse!

Die deutsche Baumschulwirtschaft rund um seine Produkte aus dem gesamten Gehölzsortiment sind in den letzten Wochen und Monaten auch aufgrund aller Diskussionen um den Umweltschutz in Deutschland und der Welt in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt. Die große Resonanz und Bedeutung von Gehölzen, die der BdB in diesem Jahr erhalten hat, zeigt sich auch unter anderem in die Vielseitigkeit der diesjährigen Praktikanten:

So haben sich zehn Abgeordnete der Fraktion „CDU/CSU vier Abgeordnete der Fraktion „SPD“, vier Abgeordnete der Fraktion „FDP“ und zwei Abgeordnete der Fraktion „Die Linke“ für das zweite Halbjahr 2019 und Frühjahr 2020 bereits fest angemeldet. der Verband bedankt sich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich für das entgegengebrachte Interesse der Branche!

Politische Themen der deutschen Baumschulwirtschaft

Die in ganz Deutschland stattfindenden Praktika standen ganz im Fokus des häufig diskutierten Klimawandels. Insbesondere die Wahl von Gehölzen für den privaten oder öffentlichen Raum stand dabei im Mittelpunkt aller Gespräche. Hierbei wird der Ressource Wasser eine entscheidende Rolle beigemessen. Letztlich bedarf es langfristig einiger produktionsbedingter Änderungen. Neben sich stetig reduzierenden Pflanzenschutzmitteln, z.B. von Herbiziden zur Vermeidung von Wasserkonkurrenz durch Beikräuter, wird auch national zunehmend Fachpersonal verzweifelt gesucht. Im Zuge der Praktika wurden die Abgeordneten des Deutschen Bundestags auf das Defizit hingewiesen, mögliche Lösungsvorschläge andiskutiert. Auch der Abbau bürokratischer Hürden, etwa bei der Integration von Migranten am deutschen Arbeitsmarkt, wurden hierzu berücksichtigt.

Ein weiteres Thema war der seit langem geforderte Entschädigungsfonds. Anhand verschiedener Gehölze wurden die Politikerinnen und Politiker für die Thematik aggressiver Schadorganismen (z.B. Xylella fastidiosa) sensibilisiert und auf eine schnellstmögliche Lösung hingewiesen. Viele zeigten sich willens, das Thema mit ihren Kolleginnen und Kollegen ihrer Fraktion aus dem Agrarausschuss zu besprechen. (BdB)

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