ENA: Treffen in Bad Zwischenahn

Die ENA-Generalsekretäre tagten am 7. und 8. November 2019 in Bad Zwischenahn. Schwerpunkt waren die Regelungen zum Pflanzenpass und der Umgang mit Quarantäneschädlingen.

v.l.n.r. Henk Raaijmakers, David McAllister, Jan-Dieter Bruns, Willy de Nolf. Bild: BdB.

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Auf Einladung von ENA-Präsident Jan-Dieter Bruns tagten die ENA-Generalsekretäre am 7. und 8. November 2019 in Bad Zwischenahn. Schwerpunkt waren die Regelungen zum Pflanzenpass und der Umgang mit den Quarantäneschädigern.

Einmal mehr konnte die European Nursery Stock Association (ENA) ihre Bedeutung als wichtige europäische Plattform der Baumschulwirtschaft unter Beweis stellen. Zahlreiche Regelungen, die unsere Betriebe betreffen, werden auf der europäischen Bühne verhandelt und beschlossen. Hintergrund dafür ist der freie Binnenmarkt für Pflanzen, der nationale Regelungen vielfach ins Leere laufen lässt.

Umso wichtiger war den Sekretären der inhaltliche Austausch in Bezug auf die Umsetzung des europäischen Pflanzenpasses. Denn es wurde deutlich, dass die Mitgliedstaaten die EU-Richtlinie durchaus unterschiedlich interpretierten. Mit dem Wissen der verschiedenen Vorgehensweise der nationalen Behörden konnte auch der BdB gegenüber den deutschen Dienststellen noch einmal verdeutlichen, wie andere Länder im pragmatischen Sinne die Novelle des Pflanzenpasses anpacken. Dies hat bei uns zu Verbesserungen bei der Umsetzung geführt. BdB-Mitglieder werden über diese Entwicklungen regelmäßig in internen Newslettern unterrichtet.

Auch bei Thema Xylella fand ein intensiver Dialog zwischen den Vertretern der Baumschulverbände statt. Neben dem ständigen Update über die Situation in den verschiedenen Regionen der Mitgliedstaaten spielt auch der Umgang mit dem Feuerbakterium, aber auch mit anderen Quarantäneschädigern eine große Rolle. So konnte Belgien über den auf dem Markt befindlichen Schnelltest berichten, während Deutschland die Anstrengungen bei den Spürhunden darlegen konnte.

Flankiert wurden diese Berichte vom Report des ENA-Generalsekretärs, der im Namen der ENA-Verbände in der EPPO-Arbeitsgruppe zum Feuerbakterium tätig ist.

Weiterhin wurde über die Entschädigungsmöglichkeiten innerhalb der Europäischen Union diskutiert. Während in Deutschland endlich die Auswirkungsstudie in Bezug auf einen Entschädigungsfonds oder andere Entschädigungsmöglichkeiten durch das BMEL auf den Weg gebracht wurde, wird in anderen Mitgliedstaaten über eine Versicherungslösung diskutiert. Frankreich hingegen hat bereits einen Entschädigungsfonds vor Jahren etabliert.

Ein Höhepunkt der ENA-Veranstaltung war der politische Meinungsaustausch mit David Mc Allister, der als ehemaliger niedersächsischer Ministerpräsident heute für die EVP im Europäischen Parlament sitzt.

Zum Abschluss konnten sich die europäischen Generalsekretäre bei einem Besuch in den Quartieren der Baumschule Bruns von der Leistungsfähigkeit der deutschen Baumschulwirtschaft überzeugen. (BdB)

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