BdB: Novel­lie­rung der Ausbil­dungs­ver­ord­nung

Im Juni 2019 begannen im Gartenbau offiziell die Gespräche über die Novellierung der Ausbildungsverordnung. Der BdB-Ausbildungsausschuss hat sich in den vergangenen Wochen intensiv im Detail mit den bestehenden Inhalten auseinandergesetzt und Lösungsvorschläge erarbeitet.

Unter Beteiligung von externen Experten hat der BdB-Ausbildungsausschuss die Inhalte der aktuellen Ausbildungsverordnung auf den Prüfstand gestellt. Bild:BdB/Graf Luckner.

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Unter Beteiligung von externen Experten hat der BdB-Ausbildungsausschuss die Inhalte der aktuellen Ausbildungsverordnung auf den Prüfstand gestellt. Grundsätzlich sehen die in Diskussion stehenden Modelle vor allem einen fachspezifischen und einen fachrichtungsübergreifenden Katalog an zu lehrenden Inhalten vor. Eine dritte Säule bildet die Gruppe der Standardberufsbildpositionen, welche in jedem Ausbildungsberuf Deutschlands Anwendung finden. Hierzu zählen z.B. Aspekte der Nachhaltigkeit oder der sozialen Interaktion von Menschen.

Der BdB-Ausbildungsausschuss führte in 2021 viele Gespräche mit Vertretern anderer Fachrichtungen, um mögliche Gemeinsamkeiten, aber auch Abgrenzungen untereinander zu evaluieren. Nach einer Phase der Bestandsaufnahme beschloss der Erweiterte Hauptausschuss des Bundes deutscher Baumschulen, dass die weiteren Gespräche ergebnisoffen und traditionswahrend geführt werden sollen.

Der BdB-Ausbildungsausschuss gründete auf Grundlage dieser Entscheidung eine Arbeitsgruppe, welche die Inhalte der geltenden Verordnung auf den kritischen Prüfstand stellte und neue Inhalte formulieren sollte. Viele Aspekte, wie etwa das Roden oder Ballieren von Gehölzen, wurden dabei in den internen Gesprächen als wichtige Anker der baumschulerischen Ausbildung ausgemacht und in deren Bedeutung gestärkt. Der Innovation von Technik folgend, öffnete man sich zudem für entsprechende Neuheiten. Als Beispiel seien hierfür etwa Bewässerungsanlagen oder W-LAN Verknüpfungen zur Herstellung einer optimalen, digitalen Infrastruktur im Betrieb zu nennen. Weiterhin diskutierten die Teilnehmer intensiv über die tatsächlichen Kompetenzen von Baumschulauszubildenden während der Ausbildung. Aspekte der Produktionsplanung und der Kalkulation, welche in der noch geltenden Fassung der Ausbildungsverordnung enthalten sind, werden aus Sicht der Praxis in der Realität unterschiedlich stark gefördert bzw. unterrichtet. Entsprechende Formulierungen sind durch eine erste Einschätzung auf den Prüfstand gestellt worden. Weitere Aspekte des baumschulerischen Einzelhandels wurden bei den Sitzungen berücksichtigt und in die Entwürfe aufgenommen.

Die Inhalte der Ausbildungsverordnung stehen bei allen Gesprächen in enger Verknüpfung zur allgemeinen Aufgabe der Gewinnung neuer Fachkräfte für die deutsche Baumschule. Die Attraktivität des Berufes soll nachhaltig durch die Inhalte weiter gestärkt werden.

Abschließend ist festzuhalten, dass sich die BdB-interne Arbeitsgruppe durch den Kern der Verordnung gearbeitet und Lösungsvorschläge entwickelt hat. In einer weiteren Runde soll geschaut werden, inwieweit sich die neuen Inhalte in eine lesbarere Variante umwandeln lassen. Schließlich müssen Auszubildende, Berufsschullehrer:innen und Betriebe die Inhalte in der Realität umsetzen. Hierfür bedarf es leichte Handhabbarkeit der Inhalte. Sobald der Entwurf der Arbeitsgruppe fertig ist, soll dieser in die weiteren Gespräche mit den anderen Vertreter:innen der Fachrichtungen gegeben werden. (Quelle: BdB)

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