BdB: Erste Präsi­diumssitzung 2022 in Berlin

Zu seiner ersten Sitzung des Jahres traf sich das BdB-Präsidium am 10. und 11. Januar in Berlin. Ein Schwerpunkt der Sitzung war die Interessenvertretung für die Baumschulwirtschaft gegenüber der neuen Bundesregierung.

Das BdB-Präsidium traf sich am 10. und 11. Januar in Berlin. Bild: BdB.

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Im Zentrum dieser Interessenpolitik steht der Erhalt des Produktionsstandorts Deutschland im Hinblick auf Baumschulpflanzen. Die neue Regierungskoalition hat in verschiedenen Bereichen, etwa beim integrierten Pflanzenschutz oder bei der Verwendung von Torf, eine restriktive Haltung angekündigt. Andererseits sind die Pflanzenverwender an hohe qualitative Standards gewöhnt. Durch alternative Produktionsverfahren und durch steigende Kosten fossiler Brennstoffe wird sich in den nächsten Jahren die Baumschulproduktion in Deutschland erheblich verteuern. Es besteht die Gefahr, dass dadurch verstärkt Gehölze aus dem Ausland mit niedrigeren Umwelt- und Sozialstandards ihren Weg zu den heimischen Abnehmern finden. Dem will der BdB entgegenwirken und hat vor diesem Hintergrund einen Forderungskatalog beraten. Die Vorlagen hierzu wurden von den BdB-Fachausschüssen in den Wintermonaten erarbeitet.

Vor der Veröffentlichung der Positionen wird der Hauptausschuss in seiner Sitzung im März abschließend darüber beraten.

In diesem Zusammenhang hat sich das Präsidium einmal mehr mit dem CO2-Fußabdruck der Branche befasst. Ohne Zweifel überwiegt die positive Wirkung des Produktes, also der Pflanze, durch seine CO2-Speicherung das während des Kultivierungsprozesses emittierte Kohlendioxid. Trotzdem bilden gängige Verfahren zur Ermittlung der CO2-Bilanz diesen Umstand nicht ab. Daher hat das Präsidium erneut seine Forderung bekräftigt, eine CO2-Flächenprämie für die Baumschulen zu gewähren, um ihre Umweltleistung im Hinblick auf den Klimaschutz politisch zu würdigen.

Weitere Themen der Präsidiumssitzung waren unter anderem die Reform der Ausbildung, das künftige Lohngefüge in der Branche sowie die neue Imagekampagne des Verbandes, die im Frühjahr starten soll. Auch die Weiterentwicklung der Ausbildungskampagne wurde beraten. Die Sicherung des Fachkräftebedarfs soll gerade mit dieser Kampagne erreicht werden. (Quelle: BdB)

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