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BayWa: In Niederbayern 2011 sehr erfolgreich
Alle Bereiche tragen zum Umsatzplus bei Die BayWa Niederbayern stellte bei ihrem jährlichen Pressegespräch sehr erfolgreiche Geschäftszahlen für 2011 vor: Der Umsatz lag bei 503 Mio. Euro und damit um fast 10% höher als im Jahr 2010 (458 Mio. Euro). Auf das Umsatzplus zahlten alle Bereiche ein: Agrar, Technik, Energie, Baustoffe und Bau & Gartenmarkt. Für das laufende Jahr gehen die Verantwortlichen in der Region von einem Geschäftsverlauf auf dem gleichen Niveau aus. Der Handels- und Dienstleistungskonzern BayWa ist in Niederbayern an 43 Standorten mit 1.132 Mitarbeitern vertreten. Auch 2011 lag die Ausbildungsquote mit 9,9% gut über dem bundesweiten Durchschnitt von 6,6%. Die BayWa plant 2012 in Niederbayern Investitionen von rund 6,2 Mio. Euro. Zu den größten Posten zählt eine Agrarinvestition im Hafen Passau. Weiter Aufwind gibt es bei der BayWa für das Thema erneuerbare Energien.
„Mit dem Geschäftsjahr 2011 sind wir äußerst zufrieden“, unterstrich Werner Moosmüller, Leiter des Regionalen Verwaltungszentrums (RVZ) für die BayWa in Ostbayern, bei der Präsentation der Geschäftszahlen am Mittwoch in Plattling. Weiter sagte er: „Die insgesamt gute Wirtschaftslage, die nachhaltig positive Stimmung in der Landwirtschaft und die anziehende Baukonjunktur konnten wir gut nutzen.“ Der Gesamtumsatz von 503 Mio. Euro lag deutlich über dem Vorjahr. Der umsatzstärkste Bereich bei der BayWa in Niederbayern ist der Agrarhandel, der einen Anteil von 31% beisteuert. Vom Baustoff-Fachhandel kommen 27%, die Sparte Energie trägt 21% bei. Es folgen Technik mit 14% und Bau & Gartenmarkt (7%). Die Verantwortlichen der BayWa in Niederbayern sind optimistisch, den Erfolgskurs auch im laufenden Geschäftsjahr fortzusetzen – wenn auch die Auswirkungen der Euroschuldenkrise auf die Konjunktur schwer abzuschätzen sind.
Für 2012 Investitionen von rund 6,2 Mio. Euro geplant
Im Jahr 2011 tätigte die BayWa in Niederbayern Investitionen von 5,5 Mio. Euro. Davon gingen rund 70% an Unternehmen, Handwerker und Dienstleister in der Region. Für das laufende Jahr stehen Investitionen von 6,2 Mio. Euro an. „Mit einem hohen Investitionsvolumen, stabil hoher Ausbildungsquote und langfristig solider Geschäftsentwicklung können wir unsere Position als verlässlicher Wirtschaftsakteur in Niederbayern weiter ausbauen“, betonte Werner Moosmüller vor der Presse. Unter den insgesamt 1.132 BayWa-Mitarbeitern in Niederbayern sind 112 Azubis. Die Ausbildungsquote der BayWa in der Region liegt bei insgesamt 9,9%; die Sparte Technik erreichte sogar 18%.
Agrar: Neues Kompetenzzentrum entsteht
Der Agrarbereich erzielte im Jahr 2011 in Niederbayern einen Umsatz von 157 Mio. Euro (Vorjahr 136 Mio. Euro). Das Umsatzwachstum ergab sich unter anderem durch höhere Getreidepreise und eine deutlich anziehende Nachfrage nach Dünge- und Pflanzenschutzmittel. In Aufhausen, Landkreis Dingolfing-Landau, eröffnete die Sparte Agrar 2011 einen hochmodernen Standort, spezialisiert auf die Bereiche Dünger, Pflanzenschutzmittel, Saatgut und Futtermittel. Die 2,8-Mio.-Euro-Investition der BayWa in Aufhausen kommt insbesondere den Gemüseanbauern zugute – unter anderem mit einer speziellen Düngermischanlage. „Das Vilstal ist die größte Anbauregion in Deutschland für Einlegegurken. Auch 90% der bundesweiten Zwiebelproduktion kommen aus Niederbayern“, erläuterte Agrar-Spartengeschäftsführer Meinrad Zacher zum Thema Gemüseanbau. Die Einrichtungen in Aufhausen nahmen beim Tag der offenen Tür im November rund 3.000 Besucher in Augenschein. Aus der Veranstaltung ergab sich eine Spende von insgesamt 1.000 Euro für die BayWa Stiftung, die Bildungsprojekte im In- und Ausland fördert. Mehr unter www.baywastiftung.de
Die Agrar-Investitionen 2012 stellte Meinrad Wimmer vor, der Ende April die Aufgabe des Spartengeschäftsführers von Meinrad Zacher übernimmt. Für die Region Landshut ist im Bereich Attenhausen ein neuer Betrieb geplant mit einer Lagerkapazität von 5.000 Tonnen für Getreide, 3.500 Tonnen für Dünger – zudem wird der Vollsortimenter Saatgut, Futter- und Pflanzenschutzmittel im Programm haben. Die landwirtschaftlichen Betriebe in Niederbayern werden Jahr für Jahr weniger, die verbleibenden Betriebe sind deutlich größer. „Den steigenden Anforderungen an Fachkompetenz und mobile Leistungen wollen wir als Partner der Landwirte gerecht werden“, unterstrich Meinrad Wimmer. Kundennähe definiere sich zunehmend über Service und weniger über direkte Präsenz vor Ort. Die jetzigen Agrarbetriebe in Landshut, Bruckberg und Attenhausen werden in dem neuen Kompetenzzentrum aufgehen. Die acht Mitarbeiter wechseln dann an den neuen Standort, „zudem werden wir dort neue Arbeitsplätze schaffen“, sagte Wimmer. Die BayWa wird in den neuen Agrarstandort insgesamt rund 3,5 Mio. Euro investieren. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich Ende des Jahres starten. Von 2011 auf 2012 verschoben hat sich die Agrar-Investition im Hafen Passau. Dort entsteht für insgesamt rund 3 Mio. Euro ein Umschlagbetrieb für Getreide, Futtermittel und Dünger. „Wir wollen die Erfahrungen aus der BayWa-Investition Regensburg Osthafen mitnehmen und haben deshalb den Baustart etwas nach hinten verschoben“, erläuterte Wimmer. Abgerundet werden die Vorhaben der Sparte Agrar durch den Neubau eines Bürogebäudes in Loiching, Landkreis Dingolfing-Landau. Investitionshöhe: 350.000 Euro.
Technik: Gebrauchtmaschinenzentrum in Straubing
Die gute Ertragssituation und die nachhaltig positive Stimmung in der Landwirtschaft schlug sich auch positiv auf den Umsatz der Sparte Technik nieder. Er belief sich 2011 auf 70 Mio. Euro (Vorjahr: 65 Mio. Euro). „Insbesondere im zweiten Halbjahr 2011 gab es sehr positive Auswirkungen auf die Nachfrage nach Landmaschinen und Serviceleistungen“, sagte Spartengeschäftsführer Heribert Schulte. Hatte die BayWa 2010 in Niederbayern 322 Traktoren verkauft, waren es im Jahr darauf 400.
Um den technologisch immer anspruchsvoller werdenden Reparatur- und Serviceleistungen gerecht zu werden, eröffnete die Sparte in Rinchnach im Bayerischen Wald einen neuen Standort, der die Landtechnikwerkstatt in Regen ersetzt. Investitionssumme: 500.000 Euro. Und im Bayerischen Wald gehen die Technik-Investitionen weiter: Für rund 1 Mio. Euro wird in Miltach/Oberndorf eine moderne Werkstätte entstehen, die den Betrieb in Viechtach ersetzt und eine breitere Produkt- und Servicepalette bietet. Insgesamt acht Mitarbeiter werden sich dort um Land- und Kommunaltechnik, Melkmaschinenkundendienst, Kleinmotoristik und Forstartikel kümmern. Der neue Standort ist verkehrsgünstig gelegen an der B385 am Verkehrsknotenpunkt Straubing/Zandt. In Straubing selbst wird die BayWa bis zum Sommer für rund 350.000 Euro eine Gebrauchtmaschinenhalle errichten, in der im Schnitt stets rund 100 Traktoren, Erntemaschinen und Co. präsentiert werden. „Straubing ist das Gebrauchtmaschinenzentrum für ganz Niederbayern. Mit der neuen Halle können wir auf Werterhaltung und Produktpräsentation noch mehr Wert legen“, betonte Schulte.
Aufgrund vorliegender Daten und guter Stimmung in der Landwirtschaft rechnen die Sparten Technik und Agrarhandel auch für das laufende Jahr mit einer hohen Investitionsbereitschaft auf Seiten der Kunden.
Energie: Tankstelle in Deggendorf wird modernisiert
Durch die starke Konjunktur verzeichnete BayWa Energie einen Anstieg beim Diesel- wie beim Schmierstoffabsatz. Die abgesetzte Heizölmenge ging dagegen preisbedingt zurück, der Umsatz stieg aufgrund des hohen Preisniveaus trotzdem. Bei den festen Brennstoffen gewinnen Holzpellets als heimischer nachwachsender Rohstoff weiter an Beliebtheit. Die BayWa Niederbayern verzeichnete eine Absatzsteigerung von 22% von 2010 auf 2011. Insgesamt lag der Umsatz im Energiebereich 2011 bei 106 Mio. Euro (Vorjahr 95 Mio. Euro).
Die BayWa hat im Oktober 2011 die Tankstelle der Firma Diermeier in der Hengersberger Straße in Deggendorf übernommen. Für rund 200.000 Euro werden die Anlagen modernisiert und das Angebot sowie der Shop erweitert. Die Arbeiten sind für Mai geplant, im Juni soll Neueröffnung sein.
Weiter an strategischer Bedeutung gewonnen hat im BayWa-Konzern das Thema erneuerbare Energien. Die BayWa ist bei der Projektierung und Finanzierung von Großanlagen im Bereich Photovoltaik, Windkraft und Biogas inzwischen einer der größten Dienstleister europaweit.
Baustoffe: Energieeffizienz bleibt Schwerpunkt
Energieeffiziente Modernisierung von Gebäuden: Dieses Thema steht für den Baustoffbereich nach wie vor im Mittelpunkt. 2011 profitierte die Sparte zudem von der anziehenden Baukonjunktur und von der günstigen Witterung. Der Umsatz lag 2011 bei 137 Mio. Euro (Vorjahr: 130 Mio. Euro). Viel Bewegung ist im Photovoltaik-Markt. „Das teils dramatische Hin und Her um die Einspeisevergütung und die unsteten politischen Rahmenbedingungen sorgen bei Kunden wie beim Fachhandwerk für Verunsicherung“, betonte Rudolf Spannbauer, Spartengeschäftsführer Baustoffe. Und er sagte weiter: „Trotz voraussichtlich weiterer Absenkung der Einspeisevergütung ab April bleiben insbesondere kleine PV-Anlagen für Hausbesitzer rentabel – weil auch die Modulpreise weiter sinken.“ Künftig müssen die Betreiber von Photovoltaik-Aufdachanlagen einen größeren Anteil des produzierten Stroms selbst verbrauchen. „Dazu erstellt die BayWa derzeit Praxislösungen zum Beispiel für die Warmwasseraufbereitung“, so Spannbauer.
Was die PV-Absatzmenge in Niederbayern anbelangt, gab es von 2010 auf 2011 einen Anstieg von 8,9 auf 9,9 MW. Der Umsatz entwickelte sich nicht in derselben Relation, weil die Modulpreise sanken. In Niederbayern, exakt in Niederaichbach, ist auch das BayWa-weite Kompetenzzentrum für Photovoltaik beheimatet.
Geht es um eine PV-Anlage oder eine energieeffiziente Fassadensanierung, unterstützt die BayWa Privatkunden mit so genannten „Komplett-Sorglos-Paketen“. Definierte Leistungspakete werden dabei zusammen mit dem regionalen Fachhandwerk umgesetzt. Das Thema energetische Gebäudesanierung wird laut Einschätzung von Spannbauer weiter an Bedeutung gewinnen – für die Kunden in Niederbayern sind insgesamt 16 Energiefachberater der BayWa unterwegs.
Im Jahr 2012 plant die Sparte Baustoffe, in die Komplettsanierung des Standorts Regen rund 1,8 Mio. Euro zu investieren. In den Fuhrpark, der sukzessive auf Leasing umgestellt wird, fließen voraussichtlich rund 100.000 Euro.
Bau & Gartenmarkt: Neu aufgestellt ins Jahr 2012
Eine strategische Neuausrichtung hat die BayWa bei den Bau- & Gartenmärkten vorgenommen. Weil die Märkte aufgrund fehlender Umsatzgröße und eines wettbewerbsintensiven Marktumfelds nicht profitabel zu betreiben waren, wurden sie zu Beginn des Jahres 2012 in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert. Die BayWa Bau- und Gartenmärkte GmbH & Co. KG ist ein Joint Venture mit dem Baumarkt-Betreiber Hellweg. Die Zusammenarbeit der Einzelhandelsspezialisten bringt positive wirtschaftliche Impulse für die Unternehmen und Vorteile für die Kunden. Die 56 ausgegliederten Märkte wie auch die Franchise-Standorte firmieren weiterhin unter der Marke BayWa.
Unter dem Dach der BayWa hatten die Bau- & Gartenmärkte in Niederbayern 2011 einen Umsatz von 33 Mio. Euro erzielt (Vorjahr: 32 Mio. Euro). Investiert wurde 2011 unter anderem in die Fassade des Bau- & Gartenmarkts in Passau. Investitionen in die BayWa-Märkte stehen auch in neuer Konstellation an. An bestehenden und neuen Standorten sind in den nächsten Jahren Investitionen im zweistelligen Millionenbereich geplant. (Quelle: BayWa Ag)

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