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Suntory: "Teamoss" als Alternative zu Torfmoos entwickelt
Teamoss ist ein Upcycling-Gartenbaumaterial, das sowohl eine Verringerung der Umweltbelastung als auch die Kreislaufwirtschaft fördert und für das das Unternehmen ein Patent angemeldet hat.
Daigo Suginobu, Präsident von Suntory Flowers, kommentierte die Entwicklung von Teamoss wie folgt: „Durch die Entwicklung neuer Technologien werden wir uns weiterhin der Herausforderung stellen, Umweltprobleme anzugehen, und Initiativen fördern, die zur Nachhaltigkeit beitragen.“
1. Herausforderungen und Chancen
Der Bedarf an nachhaltigen Alternativen zu Torfmoos
Torfmoos entsteht aus teilweise zersetzten Moosen und anderen pflanzlichen Stoffen, die sich über viele Jahre hinweg angesammelt haben. Aufgrund seiner hohen Wasser- und Nährstoffspeicherkapazität wird es im Gartenbau häufig als Bodenverbesserer und Wachstumsmedium eingesetzt. Die Gewinnung von Torfmoos ist jedoch mit der Freisetzung von im Boden gespeichertem Kohlendioxid sowie mit der Zerstörung von Feuchtgebietsökosystemen verbunden, was aus Sicht der Umweltbelastung Bedenken aufwirft. Da die Vorschriften zur Gewinnung und zum Verkauf von Torfmoos insbesondere in Europa immer strenger werden, wächst der Bedarf an der Entwicklung von Alternativen zu Torfmoos.
Förderung des Upcyclings von Produktionsnebenprodukten
Schätzungen zufolge machen Abfälle aus Lebensmittelverlusten und der Landwirtschaft etwa ein Fünftel*1 der gesamten Industrieabfälle Japans pro Jahr aus. Ein Großteil dieser Abfälle wird verbrannt oder deponiert, was aufgrund der zunehmenden Umweltbelastung und der Verschwendung wertvoller Ressourcen Anlass zur Sorge gibt.
Suntory recycelt 100% seiner Produktionsrückstände als Tierfutter und Düngemittel und betrachtet die weitere effektive Nutzung dieser Rückstände weiterhin als eine der wichtigsten Prioritäten, wobei Initiativen zur Verwirklichung einer Kreislaufwirtschaft durch Upcycling gefördert werden.
2. Die Initiative
Das neue Gartenbaubodenmaterial wird aus Produktionsrückständen hergestellt, die in den Werken von Suntory Beverage and Food anfallen, wobei gebrauchte Grünteeblätter als Hauptrohstoff dienen, kombiniert mit Zusatzstoffen wie Holzspänen. Das neue Gartenbaumaterial wurde mithilfe eines firmeneigenen, patentierten Verfahrens entwickelt und bietet eine Funktionalität, die mit Torfmoos vergleichbar ist. Dieses Material wurde von Suntory Flowers im Einklang mit dem Engagement der Gruppe für nachhaltige Landwirtschaft und die Wiederherstellung der Bodenbiodiversität entwickelt.
Suntory Flowers führte einen Pilotversuch mit Blumen- und Gemüsestecklingen unter identischen Bedingungen durch. Stecklinge, die mit Teamoss produziert wurden, zeigten ein Wachstum, das mit dem von Stecklingen, die mit herkömmlichem Torfmoos erzeugt wurden, vergleichbar war oder dieses in einigen Fällen sogar übertraf. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Teamoss eine praktikable Alternative zu Torfmoos darstellt, die zur Verringerung der Umweltbelastung beitragen und gleichzeitig Praktikabilität und Produktivität für gartenbauliche Anwendungen bieten kann. Darüber hinaus wird erwartet, dass Teamoss durch die Verwendung von Produktionsrückständen und die Möglichkeit der Beschaffung von Inhaltsstoffen aus heimischen Quellen kosteneffizient ist und über ausreichendes Marktpotenzial verfügt.
3. Zukunftsaussichten
Suntory Flowers plant, im Jahr 2027 in Japan mit der kommerziellen Produktion und dem Verkauf zu beginnen. Um dies zu erreichen, wird das Unternehmen Initiativen wie den Aufbau einer Massenproduktionsstruktur und die Durchführung von Anbauversuchen mit einer breiteren Palette von Blumen- und Gemüsestecklingen vorantreiben. Darüber hinaus wird die Gruppe die Verwendung anderer Produktionsrückstände aus ihrer gesamten Lieferkette in Betracht ziehen, die über gebrauchte Grünteeblätter hinausgehen.
Da die Umweltvorschriften immer strenger werden und sich der weltweite Übergang zur Dekarbonisierung beschleunigt, erwartet Suntory, dass die Nachfrage nach nachhaltigen Gartenbaumaterialien als Alternativen zu Torfmoos steigen wird. Derzeit ist geplant, die kommerzielle Produktion und den Vertrieb in Japan zu starten, während eine mögliche Expansion in ausländische Märkte, einschließlich Europa, in Zukunft in Betracht gezogen wird.
*1 Japanisches Umweltministerium: „Stand der Industrieabfallbehandlung im Geschäftsjahr 2018“

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