Bäume in der Stadt: Aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen

Bäume sind die grünen Lungen der Städte. Sie verbessern durch Sauerstoffproduktion, CO2-Bindung, Staubfilterung und Schattenbildung nicht nur das Stadtklima, sondern besitzen in vielerlei Hinsicht gesundheitliche, soziale, integrative und ökonomische Wohlfahrts-wirkungen für die Bevölkerung.

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Bäume sind die grünen Lungen der Städte. Sie verbessern durch Sauerstoffproduktion, CO2-Bindung, Staubfilterung und Schattenbildung nicht nur das Stadtklima, sondern besitzen in vielerlei Hinsicht gesundheitliche, soziale, integrative und ökonomische Wohlfahrts-wirkungen für die Bevölkerung. Klimaveränderung, versiegelte und verdichtete Böden, Platzmangel durch Ver- und Entsorgungsleitungen, Nährstoffarmut und Wassermangel sowie Verletzungen durch Autoverkehr und Baumaßnahmen schaden ihnen jedoch zunehmend und senken ihre Lebenserwartung. Die von der Gartenakademie BW in Zusammenarbeit mit Lorberg Baumschulen Baden-Baden organisierte Fachtagung legt den Schwerpunkt auf aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen im Bereich der Stadtbäume. Die Auswahl geeigneter Baumsorten für extreme, innerstädtische Standorte sowie das Erkennen der Qualität der Ware bei Lieferung und später bei der Abnahme bilden Schwerpunkte der Tagung.

Über die Leistungsfähigkeit von Stadtbäumen spricht Professor Hartmut Balder von der Beuth Hochschule für Technik Berlin. Er untersucht die Lebensdauer von Bäumen in der Stadt und klärt auf, welche Parameter für Bäume gelten, um den extremen Standortbedingungen gerecht zu werden. „Unterpflanzung von Baumstandorten“ lautet das Thema eines Vortrags der Weinheimer Garten-und Landschaftsarchitektin Bettina Jaugstetter. Hier werden standortgerechte Staudenkombinationen als Unterpflanzung von Baumstandorten vorgestellt.

Um die Qualität von Bäumen zu erkennen, bedarf es bereits in der Planung und Ausschreibung und besonders bei Lieferung der Ware einer qualifizierten Prüfung. Hierfür sind fundierte Fachkenntnisse nötig, auf die Klaus Körber von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) Veitshöchheim eingeht. Wie zu erkennen ist, wann der Zeitpunkt erreicht ist, an dem der Anwuchserfolg nach DIN18916 und FLL-Regelwerk sichtbar ist und die Bäume in abnahmefähigem Zustand sind, erläutert Körber ebenfalls.

Über „den Weg des Baumes – Züchtung, Zyklen, Zusammenarbeit“ wird die Anbauplanung der Baumschulen in Zeiten des Klimawandels und der Globalisierung erläutert. 

Auch das Projekt „Trees Connect“ von Lorberg Baumschulen wird präsentiert. Der Europa-Radweg R1 führt auf einer Strecke von 2350 Kilometern von Berlin nach St. Peterburg. Entlang dieser Strecke hat Lorberg Baumschulen im Jahr 2015 200 Ulmen gepflanzt. Ziel war es, dass mit einer Vielzahl von Kommunen eine bedrohte Baumart mit einem wachsenden und ebenfalls bedrohten Europa zu verbinden.

Eine Betriebsbesichtigung von Lorberg Baumschulen bildet den Abschluss der Fachtagung.

Die Fachtagung richtet sich an kommunale Bedienstete aus den Grünflächenämtern- und abteilungen, Garten- und Landschaftsarchitekten, Gärtner, Städteplaner, Architekten, Kreisfachberater und weitere fachlich Interessierte. Vor allem diejenigen, die in ihrer täglichen Praxis mit der Baumschulware bei Lieferung bzw. die Begutachtung der Bäume bei Abnahme zu tun haben, sind eingeladen

Termin: Donnerstag, 06. Oktober 2016
Ort: Kongresshaus Baden-Baden, Augustaplatz 10, 76530 Baden-Baden
Gebühr: 95,00 Euro ; Mitglieder der GA, Studierende und Auszubildende zahlen 90 Euro.
In der Gebühr enthalten sind: Pausenverpflegung, Mittagessen, Getränke und die Vorträge.

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