AWT: Neues Torfabbaugebiet beantragt

Die Aurich-Wiesmoor-Torfvertriebs-GmbH beantragt weiteres Torfabbaugebiet in Wiesmoor. Es geht um 55,8 ha, später soll die Fläche auf rund 400 ha erweitert werden.

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Großefehn/Wiesmoor - Die Aurich-Wiesmoor-Torfvertriebs-GmbH (AWT) mit Sitz in Großefehn hat beim Landkreis Aurich ein neues Torfabbaugebiet im Süden von Wiesmoor beantragt. Es geht dabei um eine 55,8 ha große Fläche im Neudorfer Moor, die später auf rund 400 ha erweitert werden könnte. Die 400 ha große zusammenhängende Fläche würde dann teilweise auch in den Nachbargemeinden Uplengen (Neudorf) und Großefehn (Zwischenbergen) liegen.

Die Aurich-Wiesmoor-Torfvertriebs-GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der R. & J. Beekmann GmbH & Co. KG mit Sitz in Großefehn. AWT liefert Torf als Rohstoff für Profisubstrate an Erdenwerke und den Erwerbsgartenbau. Geschäftsführer der AWT ist Martin Kakuschke, Prokurist ist Frank Tamminga. AWT hatte erst vor kurzem eine Abbaugenehmigung für eine 6,2 ha große Fläche in Wiesmoor-Marcardsmoor, wo das Unternehmen über weitere Torfabbauflächen verfügt, erhalten.

Die Unternehmensgruppe Beekmann ist neben den Hauptgeschäftsfeldern Entsorgung, Recycling und Spedition bereits seit 1977 auch im Torfabbau und -vertrieb tätig, damals wurde ein Torfbetrieb in Brockzetel erworben, 1978 erfolgte die Gründung der Aurich-Wiesmoor-Torfvertriebs GmbH. Im Jahr 1981 wurde das Düngetorfwerk Berumerfehn übernommen. Seit Jahren betreibt Beekmann ein Torfwerk in Wiesmoor-Marcardsmoor sowie ein Torfwerk in Großheide/Münkeboe. Im Emder Hafen verfügt Beekmann über einen Umschlagsplatz für die Binnenschiffahrt.

Der Torfabbau in Wiesmoor ist in den vergangenen Jahren stark ausgeweitet worden. Zur Zeit ist der Torfabbau, neben dem durch AWT beantragten Gebiet im Süden von Wiesmoor, auch für ein weiteres rund 20 ha großes Gebiet in Wiesmoor-Marcardsmoor und für ein rund 90 ha großes Gebiet zwischen Wiesmoor-Mitte und dem Stadtteil Mullberg beziehungsweise Bentstreek beantragt. Die Genehmigungsverfahren laufen zur Zeit. Da das rund 90 ha große Gebiet von rund 600 Wohnhäusern umgeben ist, laufen in Wiesmoor intensive Diskussionen, an denen insbesondere die Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) gegen den Torfabbau beteiligt sind.

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