Aronia: Schon wieder eine Superbeere?

Höchst ansehnlich und selbst die pralle Gesundheit ausstrahlend, macht neuerdings Aronia, auch Apfelbeere genannt, Furore in den Obstgärten. Das Rosengewächs ist einfach anzubauen und liefert holunderbeerenähnliche schwarze Früchte.

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Höchst ansehnlich und selbst die pralle Gesundheit ausstrahlend, macht neuerdings Aronia, auch Apfelbeere genannt, Furore in den Obstgärten. Das Rosengewächs ist einfach anzubauen und liefert holunderbeerenähnliche schwarze Früchte. Es ist vollgepackt mit Vitaminen und Mineralstoffen. Kein Wunder, dass die Aroniabeere so gut ankommt.

Sie kommt aus dem Osten Nordamerikas – das macht sie interessant. Dass dessen Ureinwohner ihre Heilwirkung zu nutzen wussten, steigert noch die Attraktivität. Nach Europa importiert und vor allem in Russland durch Züchtung frostresistent gemacht, steht der sommergrüne Strauch sowohl für den Erwerbsobstbau als auch für den Hobby-Garten zur Verfügung.

Anspruchsloser und pflegeleichter Neuankömmling
Die robusten Sträucher der Aroniabeere (Aronia melanocarpa) werden je nach Sorte bis zu 3,50 Meter hoch. An den Boden stellen sie keine hohen Ansprüche. Sie mögen es sonnig, nehmen aber auch mit Halbschatten vorlieb. Selbstbefruchtend, widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und damit pflegeleicht sind weitere anbaufreundliche Eigenschaften. Allerdings sollte man die Wurzelausläufer unbedingt im Auge haben, sonst nimmt sie Plantage und Garten im Handumdrehen voll in Besitz. Pflanzzeit ist der Herbst, und geschnitten wird nur beim Pflanzen. Dabei werden alle gesunden Triebe halbiert.

Geerntet wird im Spätsommer
Mitte August bis Anfang September sind die Früchte reif. Wenn Aronia in professionellen Anlagen zu Höchstform aufläuft, können pro Busch 15 bis 20 kg geerntet werden. Das ist schon eine ganz ordentliche Menge. Violettschwarz sind die Beeren dann, zwei Wochen lagerfähig, und sie können auch gefrostet werden. Die Früchte schmecken heidelbeerähnlich säuerlich-herb, getrocknet wie Rosinen sind sie gaumenfreundlicher, und als Saft taugen sie sehr gut zum Verschnitt mit milderem Obst. Auch als Dörrobst spielt die Vitaminbeere ihre Stärken aus.

Gesundheitsbombe oder nichts Besonderes?
Die gesundheitsfördernde Wirkung der Aronia ist in der Diskussion. Während die einen ihr phänomenale Heilerfolge bescheinigen, winken andere ab. Ihr Vitamin-C-Gehalt sei beispielsweise nicht höher als der einer Orange. Lars Grossmann, der in der Nähe von Schwarmstedt im niedersächsischen Landkreis Heidekreis Aronia anbaut und damit seinen Lebensunterhalt verdient, produziert für einen Hersteller von isotonischen Getränken. Marathonläufer und Mountainbiker stärken sich damit für ihr kräftezehrendes Tun. Für seine pfiffige Geschäftsidee sucht Lars Grossmann Mitstreiter. Zugvögel nutzen sein Beerenangebot längst schon ungeniert, indem sie sich vor dem Flug in den Süden eine kräftigende Gratis-Portion sichern. (Quelle: ProfilOnline)

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