Apfelblüte: Indiz für den Frühlingsbeginn

Noch ist alles im roten Bereich – der Zeiger des Blütenbarometers aus dem Alten Land zeigt sowohl bei der Kirsch- als auch bei den Apfelbäumen vorerst nur den Aufbruch der Blüten an.

Anzeige

Noch ist alles im roten Bereich – der Zeiger des Blütenbarometers aus dem Alten Land zeigt sowohl bei der Kirsch- als auch bei den Apfelbäumen vorerst nur den Aufbruch der Blüten an. Erst wenn sich zu Ostern die Kirschblüten und Anfang Mai die Apfelblüten öffnen, wird der Zeiger im Internet (www.bluetenbarometer.de) in die grünen Felder wandern. Das ist der richtige Zeitpunkt für einen Ausflug an die Elbe, empfiehlt das Landvolk Niedersachsen. Dann können Touristen dort regelrecht in ein Blütenmeer eintauchen. Besonders feiern lässt sich die Blütenpracht am 7. und 8. Mai mit dem Altländer Blütenfest in Jork. Weitere Informationen dazu unter www.tourismus-altesland.de/bluetenfest.

Für Klimaforscher ist die Apfelbaumblüte ein wichtiges Indiz für den Frühlingsbeginn. Wenn die Hälfte aller Blüten am Baum geöffnet ist, sprechen sie vom Beginn des Vollfrühlings. Nach Angaben der Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse hätte dieser Termin in den 60er Jahren noch Mitte Mai gelegen. Mittlerweile beginnt die Apfelblüte im Schnitt jedoch rund eine Woche früher; im Südwesten Deutschlands bereits Ende April. Das Blütenmärchen erstreckt sich in den deutschen Anbaugebieten vom Bodensee bis zum Alten Land. Bis die Blüte einmal quer durch Deutschland gezogen ist, vergehen von Südwest nach Nordost etwa vier bis sechs Wochen. Allerdings währt der Zauber nicht lange: Nach durchschnittlich zwei Wochen verlieren Apfelbäume ihre Blütenpracht wieder.

Apfelblüten von denen anderer Obstbäume zu unterscheiden, ist nicht immer ganz einfach. Zunächst einmal blüht der Apfelbaum als letztes, ist also im Vergleich zu Kirsche und Co. relativ spät dran. Auffällig ist zudem die Farbgebung der Blüte. Nur der Apfelbaum schmückt sich in zartem weiß-rosa. Auch ein Blick auf die Staubgefäße hilft weiter. Während sie bei der Birne zum Beispiel rot sind, leuchten sie beim Apfel gelb. Nicht zuletzt geben die fast rechtwinklig am Stamm ansetzenden Zweige sowie die nur leichten Furchen der relativ dunklen Rinde Auskunft. (LPD)

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.