Syngenta Group: Veröffentlicht Geschäftszahlen für das Gesamtjahr 2025

Die Ergebnisse unterstreichen die Widerstandsfähigkeit im operativen Geschäft und die Stärke des Finanzprofils. Die Gruppe erzielte ein solides Gesamtjahresergebnis mit verbesserten Margen und weiterhin robustem Cashflow.

Syngenta Group hat die Geschäftszahlen für das Gesamtjahr und das vierte Quartal 2025 veröffentlicht.

Syngenta Group hat 2025 die strategische Entscheidung getroffen, das niedrig-margige Getreidehandelsgeschäft zurückzufahren, was den Gesamtumsatz um 1 Mrd. USD reduziert hat. Bereinigt um diesen Effekt stieg der Umsatz im Geschäftsjahr um 2%. Der ausgewiesene Umsatz der Gruppe erreichte 28,4 Mrd. USD, was einem Rückgang von 1% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Bei konstanten Wechselkursen (kWk) lag der Umsatz ebenfalls 1% unter dem Vorjahresniveau. Positiv wirkte sich das starke Volumenwachstum im Pflanzenschutzgeschäft aus, massgeblich getrieben durch kontinuierliche Produktinnovationen. Das EBITDA für das Gesamtjahr stieg um 13% auf 4,4 Mrd. USD (+17% kWk). Die EBITDA-Marge verbesserte sich um 1,9 Prozentpunkte auf 15,4%. Diese Margenverbesserung beruht auf einem margenstärkeren Geschäftsportfolio, diszipliniertem Kostenmanagement und optimierter operativer Effizienz.

Der Umsatz im vierten Quartal 2025 betrug 7,6 Mrd. USD, ein Plus von 2% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (-1% kWk). Crop Protection und Seeds Mehrumsätze standen Rückgänge bei ADAMA und Syngenta Group China entgegen. Die Umstrukturierung der Modern Agriculture Platform (MAP), höhere Rückstellungen für Forderungsausfälle in Brasilien sowie ein starkes Vergleichsquartal in Q4 2024 führten zu einem EBITDA-Rückgang von 16%.

Highlights im Gesamtjahr 2025

Syngenta Group erzielte mit neuen Produkten in allen Geschäftsbereichen ein starkes Ergebnis – trotz niedriger Rohstoffpreise, geopolitischer Unsicherheiten und Störungen im Welthandel. Die Gruppe unterstrich damit einmal mehr, dass sie Landwirten zuverlässig weltweit hochwertige, innovative Lösungen liefert. Möglich machen dies ein flexibles globalesProduktionsnetzwerk und widerstandsfähige Lieferketten.

Im Jahr 2025 setzte Syngenta Group zudem gezielt auf Künstliche Intelligenz (KI) mit ausgewählten «Leuchtturm»-Projekten, die das Geschäft unmittelbar stärkten. Das Unternehmen bestätigte damit seine Führungsrolle im Einsatz von KI für landwirtschaftliche Betriebsmittel. Dieser disziplinierte Ansatz liefert bereits messbaren finanziellen Mehrwert und schafft skalierbare Blaupausen, die die Transformation im gesamten Unternehmen beschleunigen werden.

Das Biologicals-Geschäft setzte seine starke Wachstumsdynamik fort und wuchs im Gesamtjahr 2025 zweistellig. Grund dafür ist die anhaltend steigende Nachfrage nach Biokontrollmitteln, Biostimulanzien und Produkten zur Verbesserung der Nährstoffeffizienz. Die neu in Betrieb genommene Produktionsanlage in Orangeburg (South Carolina) erweitert das globale Produktionsnetzwerk von Syngenta im Bereich Biologicals und ergänzt die bestehenden Standorte in Brasilien, Italien, Indien und Norwegen.

Syngenta Group hat Nelson Jiang mit Wirkung zum 1. März 2026 zum Finanzchef (CFO) der Gruppe ernannt. Er wird dafür nach Basel umziehen. Jiang bringt über 30 Jahre Führungserfahrung im Finanzbereich mit, zuletzt als Chairman und CEO von Sinochem Capital Ltd. sowie CFO von China Jinmao Holding Group Ltd. Er folgt auf Hengde Qin, der die neu geschaffene Rolle des Chief Operating Officer übernimmt. In dieser Position leitet Qin die Umsetzung der gruppenweiten Strategie und verantwortet die zentralen
Unternehmensfunktionen, um operative Abläufe besser zu koordinieren und die Effizienz zu steigern.

Syngenta Crop Protection

Syngenta Crop Protection erzielte im Gesamtjahr 2025 einen Umsatz von 13,7 Mrd. USD, was einem Anstieg von 4% (+3% kWk) entspricht. Das Wachstum unterstreicht die Stärke von Syngentas globalem Pflanzenschutzportfolio, getragen von einer starken Nachfrage nach hochwertigen Produktinnovationen und Markenprodukten. Die Verkaufsmengen stiegen auch, weil Händler in wichtigen Märkten ihre Lager wieder auffüllten. Gleichzeitig hielt der Preisdruck an, insbesondere in Brasilien und Lateinamerika.

Nordamerika führte das regionale Wachstum mit einem Plus von 10% an. In Europa sowie in Asien, Naher Osten & Afrika (ausgenommen China) stieg der Umsatz im Pflanzenschutzgeschäft um jeweils 5%. China verzeichnete mit einem Wachstum von 8% gegenüber dem Vorjahr erneut eine starke Dynamik. In Brasilien ging der Umsatz um 1% zurück, in Lateinamerika um 3%, im Zuge des anhaltenden Preisdrucks bei Generika und negativer Währungseffekte. Die Profitabilität stieg 2025 in sämtlichen Regionen dank eines verbesserten Produktmixes und niedrigerer Produktionskosten.

Im vergangenen Jahr hat Syngenta Crop Protection weltweit 1’800 neue Produkte registriert und unterstreicht damit seine anhaltende Innovationskraft. Dazu gehörte die PLINAZOLIN® Technologie, die nach 12 Jahren Forschung und über 3'000 US-Versuchen von der United States Environmental Protection Agency (EPA) für den Einsatz in fünf Insektizid-Produkten zugelassen wurde, vorbehaltlich staatlicher Genehmigungen. Die TYMIRIUM® Technologie zur Bekämpfung von Nematoden und Pilzkrankheiten erhielt Zulassungen in Kanada, Australien, den USA und Brasilien. ALTESSIA®, ein wichtiges Herbizid für den Einsatz in Reisfeldern, wurde in Indien lanciert.

Syngenta stellte 2025 erfolgreich seine Firmensoftware auf SAP S4 Hana um. Das neue System ermöglicht ein datenbasiertes Kundenverständnis und positioniert Syngenta als Vorreiter in einem zunehmend datengetriebenen Markt.

Syngenta Seeds

Der Umsatz im Saatgutgeschäft belief sich 2025 auf 4,8 Mrd. USD, ein Zuwachs von 2% gegenüber dem Vorjahr (+2% kWk). Das Geschäft mit Nutzpflanzen verbesserte seine Margen, während das Gemüsesaatgutgeschäft in einem stabilen Marktumfeld ein solides Wachstum erzielte.

Der Umsatz im Bereich Nutzpflanzen wurde hauptsächlich durch eine starke Entwicklung in der südlichen Hemisphäre getragen. In Brasilien stieg der Umsatz um 17%, in insgesamt um 10%. China verzeichnete ein Wachstum von 6%, Europa von 1%. Der Umsatz in Asien, Naher Osten & Afrika ging um 1% zurück. In Nordamerika sank der Umsatz um 12%, bedingt durch Umstrukturierungsmaßnahmen. Das Gemüsesaatgutgeschäft wuchs um 5%, während die Umsätze mit Zierpflanzen stabil blieben. In wichtigen Märkten baute Syngenta ihr Saatgutgeschäft weiterhin durch Portfolioinnovationen und Marktanteilsgewinne aus. In Brasilien gewann das Unternehmen Marktanteile im Sommer- und Safrinha-Maisgeschäft und brachte zwei neue Maishybriden sowie sechs neue Sojabohnensorten auf den Markt. In Argentinien erholten sich die Maisverkäufe deutlich, während Sonnenblumen Rekordvolumina erreichten und damit Syngentas Führungsposition in diesem Segment weiter festigte.

In China wurde das Geschäft durch eine Akquisition weiter ausgebaut, die das Maisportfolio im Sommermais-Markt stärkte. In Europa baute Syngenta seine Führungsposition und seinen Marktanteil bei Sonnenblumen weiter aus. HYVIDO® Neo Merkmal. Gleichzeitig stiegen die Maisvolumina trotz eines rückläufigen Gesamtmarktes. Gleichzeitig schloss die Region die Vorbereitungen für die Markteinführung von Hybridweizen im Jahr 2026 in Europa ab. Die Region Asien, Naher Osten und Afrika entwickelte sich mit neuen Produkten bei Reis und Biotech-Mais weiter positiv. In Nordamerika führte Syngenta die DURASTAK™ Trait Technologie ein – den ersten Triple-Bt-Protein-Stack der Branche, der drei Wirkmechanismen zur Bekämpfung des Maiswurzelbohrers bietet. In Zusammenarbeit mit M.S. Technologies, LLC kündigte das Unternehmen zudem den Sojabohnen-Trait-Stack der nächsten Generation, ENLIST E3 EXPANCE™, an. Dieser bietet Landwirten eine breitere Wirkstofftoleranz als alle derzeit verfügbaren Alternativen.

2025 setzte Syngenta Vegetable Seeds ihre Strategie fort, Innovation und Kundenzentrierung durch neue Kooperationen und gezielte Investitionen zu stärken. Das Unternehmen ging Partnerschaften mit BetterSeeds und Tropic Biosciences ein, um vielversprechende Züchtungstechnologien der nächsten Generation zu erforschen. Mit Heritable Agriculture arbeitet Syngenta daran, KI einzusetzen, um die besten Gemüsesorten in jeder Region vorhersagen zu können. Parallel dazu erweiterte Syngenta ihre globale Infrastruktur. In den Niederlanden eröffnete das Unternehmen ein modernes Seed Health Lab zur Stärkung der Qualitätskontrolle. In Guatemala investierte Syngenta in den Aufbau einer zentralen landwirtschaftlichen Anlage, die darauf ausgelegt ist, Innovationen bei Fruchtgemüse zu beschleunigen.

Syngenta Group China

Syngenta Group China verzeichnete 2025 einen Umsatz von 8,3 Mrd. USD, was einem Rückgang von 10% gegenüber dem Vorjahreszeitraum (-9% kWk) entspricht. Dies ist hauptsächlich auf die gezielte Reduzierung des Getreidehandelsgeschäfts zurückzuführen. Insgesamt zeigte sich das operative Geschäft von Syngenta Group China im vergangenen Jahr sehr robust.

Der Umsatz in den wichtigen Segmenten Saatgut und dem Markt für formulierte Markenprodukte entwickelte sich positiv. Das Saatgutgeschäft wuchs um 7%, formulierte Markenprodukte stiegen um 5%, getragen von innovativen Produkten wie der TYMIRIUM® Technologie, einem wirksamen Nematizid und Fungizid. Der Umsatz von Yangnong Chemical stieg um 13%. Im Getreidehandelsgeschäft sank der Umsatz um 68%, was in erster Linie auf die gezielte Fokussierung auf Geschäftsbereiche mit höherer Marge zurückzuführen ist. Das MAP-Geschäft durchlief ebenfalls eine strategische Transformation hin zu margenstärkeren Servicemodellen.

In China erzielten die Pflanzenschutz-Technologien ADEPIDYN® und TYMIRIUM® von Syngenta weiterhin starke Umsätze. Dieser Erfolg wurde durch ein starkes Wachstum im Bereich Biologicals sowie ein Umsatzwachstum von 23% im ISABION® Geschäft ergänzt. Ein weiteres Highlight war die Fertigstellung der neuen Crop Protection Formulierungsanlage in Nantong, die im Januar 2026 eingeweiht wurde. Syngenta Seeds sicherte sich 122 neue nationale Sortenzulassungen und beschleunigte die Integration strategischer Saatgut-Akquisitionen.

Mit Wirkung zum 31. Dezember 2025 gliederte Syngenta Sinofert Holdings aus. Das Düngemittelgeschäft wird ab Januar 2026 nicht mehr konsolidiert.

ADAMA

Der Umsatz von ADAMA ging 2025 um 2% (-2% kWk) auf 4,1 Mrd. USD zurück. Dieser Rückgang spiegelt das nach wie vor schwierige Marktumfeld für Anbieter von Wirkstoffen nach Patentablauf wider, was sich jedoch allmählich stabilisiert. Anfang 2024 startete ADAMA einen strategischen Transformationsplan zur Verbesserung von Ertrags- und Cashflow. Diese Initiative führte zu EBITDA-Wachstum im Vergleich zum Vorjahr und Margenverbesserungen in sechs aufeinanderfolgenden Quartalen. ADAMA hat zudem sein Betriebsmodell mit Fokus auf Schlüsselmärkte optimiert und Produkte auf Basis patentfreier Moleküle mit eigenen Formulierungstechnologien zur Effizienzsteigerung entwickelt. Im Jahr 2025 steigerte ADAMA den Umsatz in Nordamerika um 11%, dank eines starken Geschäfts in der gesamten Region. In anderen Regionen gingen die Umsätze zurück: Europa, Afrika und dem Nahen Osten verzeichneten einen Rückgang von 3%; Lateinamerika verzeichnete einen Rückgang von 3%. In der Region Asien-Pazifik (ohne China) sank der Umsatz um 16%. Die Rückgänge in Asien-Pazifik erfolgten planmässig im Rahmen der Strategie das Rohstoff-Geschäft zu reduzieren und margenstärkere Geschäfte auszubauen.

Der Umsatz in China ging um 5% zurück

2025 führte ADAMA weltweit mehrere neue Formulierungen ein. In Kanada lancierte das Unternehmen CAZADO™, ein neues OD-Herbizid gegen Flughafer in Weizen, das Pinoxadenund Thiencarbazone-methyl kombiniert. In den Vereinigten Staaten lancierte ADAMA TEMPER™ More, ein Herbizid mit der firmeneigenen SESGAMA™-Formulierungstechnologie, die eine wirksame Co-Formulierung und optimale Beladung von Wirkstoffen ermöglicht. TEMPER™ More kombiniert Glufosinate-Ammonium und S-metolachlor und bietet damit Sofortwirkung und Langzeitschutz gegen Unkraut. Darüber hinaus wurde in der Europäischen Union (EU) FERALLA® als risikoarmer Wirkstoff zugelassen. GILBOA® wurde vom Fungicide Resistance Action Committee für die Einführung einer neuen Wirkungsweise bei Getreide anerkannt.

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