ZVG: Technikausschuss hat getagt

Der Ausschuss für Technik und Bauwesen des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG) hat in seiner Frühjahrssitzung am 23. März 2021 erneut intensiv über die Konsequenzen der CO2-Bepreisung für die Unternehmen diskutiert, die Alternativen der Umstellung auf andere Energieträger bewertet und mögliche Förderinstrumente ins Blickfeld genommen.

Mit der Einführung des nationalen Brennstoffemissionshandels werden fossile Brennstoffemissionen mit einem CO2-Preis belegt. Bild: GABOT.

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„Wir als Unternehmen müssen seit Januar dieses Jahres die Zusatzbelastung der CO2-Bepreisung stemmen, ohne dass der rechtliche Rahmen für eine Entlastung, die uns versprochen wurde, steht“, so Thomas Koch, Vorsitzender des Ausschusses für Technik und Bauwesen des ZVG. Wenn die Politik auch in Zukunft noch Gemüse, Blumen und Pflanzen aus regionaler Erzeugung in Deutschland möchte, dann muss jetzt dringend etwas passieren, so Koch, um die Betriebe zu entlasten und zu unterstützen.

Mit der Einführung des nationalen Brennstoffemissionshandels werden fossile Brennstoffemissionen mit einem CO2-Preis belegt. Diese CO2-Bepreisung führt zu einer zusätzlichen Kostenbelastung beim Einsatz fossiler Brennstoffe. Inzwischen steht zu befürchten, dass die Entlastungen, die zur Vermeidung von Carbon-Leakage und zum Erhalt der grenzüberschreitenden Wettbewerbsfähigkeit betroffener Unternehmen geplant waren, für den Gartenbau, wenn überhaupt, dann nur sehr gering ausfallen werden. Die voraussichtlichen rechtlichen Regelungen sind mittelstandsfeindlich und lassen die Unternehmen mit den Zusatzbelastungen im Regen stehen.

Was den Betrieben fehlt, ist langfristige Planungssicherheit. Wenn jetzt in sehr kostenintensive neue Heizanlagen investiert wird und die Unternehmen in regenerative Energieträger wie z.B. Holz investieren, ist noch lange nicht sicher, ob nicht auch dieser Energieträger in den nächsten Jahren CO2-bepreist wird. Was ist mit der Verfügbarkeit von Holz? Alle, Industrie, private Haushalte und auch der Gartenbau, stürzen sich auf diesen Energieträger. Auch wenn jetzt ausreichend Holz zur Verfügung steht, bleibt die Mengen- und Preisentwicklung für die Betriebe ein großes Fragezeichen. Auch die Förderinstrumente greifen für viele Unternehmen nicht ausreichend. So ist die Förderung in Energieeffizienz fast vollkommen weggefallen. Dabei ist jede nicht verbrauchte Kilowattstunde doch immer die beste Einsparung. Nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch.

Klar ist, dass es die eine Lösung für den Gartenbau nicht geben wird. Betriebsgröße, Lage der Betriebe, Absatz- und Produktionsform fordern betriebsspezifische Lösungen. Von der Politik fordert der Ausschuss einen breiteren Förderansatz, um den Betrieben auch langfristig eine Perspektive zu bieten. (ZVG)

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