Zuckermais: Ein Kolben mit vielseitiger Verwendung

Europas Ackerbauern haben in den vergangenen Jahren den Anbau von Zuckermais deutlich ausgeweitet. In der Zeit von 2010 bis 2012 stieg diese Fläche von 48.000 auf 70.000 ha.

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Europas Ackerbauern haben in den vergangenen Jahren den Anbau von Zuckermais deutlich ausgeweitet. In der Zeit von 2010 bis 2012 stieg diese Fläche von 48.000 auf 70.000 ha, berichtet der Landvolk Pressedienst. Die Maispflanzen für diese spezielle Nutzung als Gemüse benötigen möglichst gleichmäßige warme Verhältnisse, damit sie einen stattlichen und wohlschmeckenden Kolben entwickeln können. Der Anbau des goldenen Gemüses ist daher in Deutschland nach wie auf Nischen begrenzt.

Die beliebten Maiskonserven in den deutschen Supermarktregalen stammen folglich hauptsächlich aus Ländern mit ausgeglichenem Klima wie Frankreich, Ungarn und Thailand. Jährlich importiert Deutschland 72.000 Tonnen Zuckermais, davon über 70% in Dosen. Die Maisexporteure Ungarn und Frankreich führen mit großem Abstand die Liste der Hauptproduzenten in den europäischen Ländern an. Zusammen wächst in diesen Ländern mehr als 80% des in der gesamten EU produzierten Zuckermaises. Nach Angaben der Vereinigung deutscher Maiserzeuger wurden in Ungarn in diesem Jahr 33.600 ha und in Frankreich 24.500 ha Zuckermais angebaut. Weitere Erzeugerländer sind Polen und Spanien mit 4.000 bis 5.000 ha. Im Vergleich werden in Deutschland gleichbleibend knapp 2.000 ha Zuckermais angebaut. Beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Statistik gaben 134 niedersächsische Betriebe an, auf einigen Flächen das süße Gemüse anzubauen und zu ernten, die Anbaufläche erreicht aber insgesamt kaum mehr 50 ha. Insbesondere Direktvermarkter ergänzen im Spätsommer ihr Gemüsesortiment mit dieser Spezialität.

Bei jungen Konsumenten erfreut sich frischer Zuckermais steigender Beliebtheit. Das Maiskomitee bewertet deshalb die zukünftige Marktlage als wachsend und positiv. Schon jetzt kommen etwa 14% des in Deutschland abgesetzten Süßmaises als frische Kolben auf den Markt. Die beliebte Beilage wird hauptsächlich in der Grillsaison von Juni bis Oktober verkauft. Relativ neu gibt es trendgerecht vorgekochte Maiskolben in Folie in den Supermärkten. Auf einen Marktanteil von 8% bringt es Tiefkühlmais, der meist als Pfannen- und Buttergemüse verwendet wird. Maiskölbchen in Essig schließlich komplettieren das Angebot mit dem geringsten Marktanteil. (LPD)

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