ZBG liefert unverzichtbare Grundlagen

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ZVG-Präsident Herker gratuliert zum 50-jährigen Bestehen und setzt auf beständige politische Anerkennung der Institution.„Ein unverzichtbares Handwerkszeug“ nannte der Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), Heinz Herker aus Bochum, die Datenauswertungen des Zentrums für Betriebswirtschaft im Gartenbau (ZBG), aus Anlass seines Grußwortes zum 50-jährigen Bestehen der Institution.

 

Am Freitag, 9. November, fand in Hannover der Festakt zum Jubiläum statt (GABOT berichtete). Professor Dr. Hartmut Stützel, Dekan der naturwissenschaftlichen Fakultät und Vorstandsvorsitzender des ZBG eröffnete die Feierlichkeiten. Professor Dr. Erich Barke, Präsident der Leibniz Universität Hannover und Gert Lindemann, Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie Friedrich-Otto Ripke, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und der Präsident des Zentralverbandes Gartenbau, Heinz Herker, sprachen die Grußworte.

 

Der ZVG-Präsident blickte in seinem Grußwort auf die Historie des Instituts zurück und betonte, dass sich an der Wichtigkeit für die Branche nichts geändert habe, außer, dass es „gerade in Zeiten, in denen Kapitalgeber auf eine fundierte Dokumentation der betrieblichen Situation und Perspektive großen Wert legen“ ein zunehmend wichtigerer Partner des Berufsstandes darstelle. Herker belegte dies bildhaft, indem er darauf hinwies, dass beispielsweise Alpenveilchen und Weihnachtssterne vor 50 Jahren den Verbraucher das gleiche gekostet hätten wie heute. „Das zeigt, dass unser Spielraum in der Kalkulation ausgereizt beziehungsweise gar nicht vorhanden ist“, so der Gartenbau-Präsident. „Daher muss in unseren Fachhandelsgärtnereien eine betriebswirtschaftliche Kalkulation immer im Vordergrund des unternehmerischen Tuns stehen, denn Fehler kann sich niemand leisten. Wenn früher die gärtnerische Kompetenz nahezu Garant für einen unternehmerischen Erfolg war, so müssen Gärtner heute gleichermaßen Kaufleute und Betriebswirte sein. Dafür brauchen wir die Daten des ZBG.“

 

Ob es die Wirkungen von Energiepreiskrisen, so Herker weiter, oder mögliche Auswirkungen von veränderten Umsatzsteuersätzen waren – immer bildeten die Auswertungen des Zentrums eine fundierte Basis für Argumente in der politischen Auseinandersetzung, einem weiteren zentralen Aspekt für die Gartenbau-Unternehmen. Weiterhin habe das ZBG - wie auch die gesamte Wissenschaft - den Gartenbau auf seinem Weg der extremen Rationalisierung, die in den vergangenen 50 Jahren vorangeschritten sei, begleitet und ihn befördert. Ebenso habe es die betriebswirtschaftliche Ausrichtung der Branche unterstützt.

 

Zum 50-jährigen Bestehen des ZBG dankte Herker im Namen des Berufsstandes den Gründervätern, Initiatoren und Engagierten aus Wissenschaft und Beratung und stellvertretend für alle Professor Dr. Ernst-Wilhelm Schenk und Professor Dr. Harmen Storck.

 

Außerdem dankte Herker auch der Politik in Bund und Ländern für die Entwicklung und langjährige finanzielle sowie ideelle Unterstützung dieser, so wörtlich „unverzichtbaren Einrichtung“. Herker weiter: „Der gärtnerische Berufsstand verbindet damit die Hoffnung und den Wunsch, dass die politisch Verantwortlichen auch für weitere 50 Jahre die Finanzierung sicherstellen.“ Die erst kürzlich erfolgte Wieder-Ansiedlung des ZBG unmittelbar bei den gärtnerischen Instituten der Universitäten ließen hoffen, dass die Arbeit für wissenschaftliche Erkenntnisse und Lehre ebenso befördert werde wie die Auswertungen zur Unterstützung der Beratung und der Gartenbauwirtschaft insgesamt.

 

Der Gartenbau-Präsident forderte zudem die Betriebsinhaber auf, die Kompetenz des ZBG und ihr Datenmaterial stärker zu nutzen. Denn dieses sei, wie er ausführte, wesentliches Instrument einer erfolgreichen Unternehmensführung und diene der Positionierung des einzelnen Unternehmens im immer härter werdenden Wettbewerb. Darüber hinaus könnte so die Datenbasis für die politische Argumentation im Sinne des Berufsstandes verbreitert werden.

 

Seit 50 Jahren ist das Zentrum für Betriebswirtschaft im Gartenbau e.V. (ZBG) eine Informationsquelle für den Gartenbau. Das ZBG wertet jährlich über 2.000 Jahresabschlüsse von Gartenbauunternehmen aus, die bundesweit veröffentlicht werden. Das betriebswirtschaftliche Datenmaterial gibt fortlaufend Auskunft über die Situation der Branche. So erhalten Entscheidungsträger auf politischer, unternehmerischer und beratender Ebene Orientierung für Zukunftsstrategien. Im Netzwerk mit unterschiedlichen Institutionen entwickelt das ZBG Problemlösungsansätze im Forschungsfeld Gartenbau. (ZVG)

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