Wundergarten: Plastikfreier Pflanztopf mit Pflanzenkohle

Einweg-Pflanztöpfe aus Kunststoff sind unter Umständen nicht besonders umweltfreundlich. Auch die Entsorgung kann problematisch sein, denn trotz der verschiedenen Recyclingsysteme kann viel Plastik in die Natur gelangen.

Der plastikfreie Pflanztopf von Wundergarten – mit Pflanzenkohle. Bild: Wundergarten.

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Wundergarten setzt sich für einen Verkauf von Pflanzen im biologisch abbaubaren Töpfen ein und hat auch ein entsprechendes Produkt selbst entwickelt, den  plastikfreien Pflanztopf mit Pflanzenkohle. Bei Wundergarten ist man der Meinung, dass Blumentöpfe nicht zu den Dingen gehören, die aus Kunststoff hergestellt werden müssen. Eine Alternative aus nachwachsenden Rohstoffen böte obendrein viel mehr Nutzen.

Im Vergleich zu plastikfreien Töpfen werden herkömmliche Plastiktöpfe im Gelben Sack entsorgt und landen dann oftmals in einer Müllverbrennungsanlage, weil schwarzer Kunststoff in vielen der Müll-Sortiermaschinen nicht erkannt werden kann. Der plastikfreie Pflanztopf mit Pflanzenkohle von Wundergarten bringt ein anderes Entsorgungskonzept mit: Die beste Art, den Wundergarten Pflanztopf zu entsorgen, ist, ihn einfach in die Erde einzugraben. Dort wird der Pflanztopf zersetzt. "Eine rückstandsfreie und biologische Zersetzung ist garantiert", heißt es seitens des Herstellers.

Der Wundergarten Pflanztopf besteht aus nachwachsenden Rohstoffen, die biologisch abbaubar sind. "Bei der Konzeption haben wir darauf geachtet, ein Abfallprodukt der Lebensmittelindustrie, und zwar Schalen von Sonnenblumenkernen zu verarbeiten. Unser Fokus ist es, diese somit in den natürlichen Kreislauf zurück zuführen. Außerdem wollen wir Kreisläufe schließen, indem wir bisher nicht genutzte Biomassequellen für die Herstellung unserer Pflanzenkohle nutzen. Derzeit verkohlen wir Abfallstoffe aus der Heilkräuterindustrie sowie Kakaoschalen aus der Schokoladenproduktion. Unsere Pflanzenkohle hat noch weitere Eigenschaften, die den Pflanztopf einzigartig machen. CO2 wird durch die Photosynthese von Pflanzen gebunden. Wenn Pflanzen sterben, entstehen kohlenstoffhaltige Reststoffe. Wird die Biomasse durch ein Pyrolyse-Verfahren karbonisiert, so entsteht Pflanzenkohle mit CO2-Bindung. Wird der Pflanztopf in die Erde eingegraben und von den Mikroorganismen zersetzt, dann wird der enthaltene Kohlenstoff dort mehrere Jahrhunderte von der Atmosphäre abgeschlossen gespeichert," beschreiben die Entwickler ihre Grundidee. Der Preis liege zwar über dem eines Einweg-Plastiktopfs, das sei aber nicht unbedingt schlecht, weil damit die Wertschätzung für den Topf steige.

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