Workshop: Die Entwicklung des Klimawandels

Copa und Cogeca veranstalten Workshop zur Einbeziehung der Ziele für nachhaltige Entwicklung und des Klimawandels in die künftige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP).

Copa & Cogeca.

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Beim Workshop von Copa und Cogeca wurde erörtert, wie in Zukunft unter Verwendung von weniger Ressourcen mehr produziert werden kann, um die wachsende Weltbevölkerung in einem sich wandelnden Klima zu ernähren.

Mit Blick auf die künftige GAP betonte EU-Kommissionsvertreter Flavio Coturni in seinem Vortrag den Bedarf an einer moderneren und einfacheren künftigen GAP. Es brauche zudem einfacheren Zugang zu Land und attraktivere ländliche Gebiete, um die Menschen dazu zu animieren, dort zu arbeiten. Dies entspreche auch dem EU-Ziel zur Ankurbelung von Wachstum und Beschäftigung. Er wies des Weiteren auf stärker auf den örtlichen Bedarf zugeschnittene und kosteneffizientere Maßnahmen zur Reduzierung von Emissionen und zur Anpassung an den Klimawandel hin.

Der stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Umwelt“ von Copa-Cogeca, Niels Peter Nørring, betonte in seinem Redebeitrag, wie wichtig eine starke, angemessen finanzierte künftige GAP sei, um die zunehmenden Herausforderungen bewältigen, aber auch dem Bedarf an Innovation, Investitionen, Beratungsdiensten sowie Aus- und Weiterbildung gerecht werden zu können. Er hob hervor, wie wichtig es sei, über die richtigen Politiken zu verfügen, um sicherzustellen, dass der EU-Agrarsektor den Klimawandel abmildert und sich an ihn anpasst, ohne die Lebensmittelproduktion zu gefährden, wie es auch im Pariser Abkommen heißt.

Das steigende Interesse an Technologien wie geringfügiger Bodenbearbeitung zwecks Verbesserung der Bodengesundheit und -produktivität wurden von zahlreichen Rednern unterstrichen, ebenso wie die Vorteile der Präzisionslandwirtschaft, dank derer die Landwirte die natürlichen Ressourcen schonen. Es wurde auch herausgearbeitet, wie wichtig die Herstellung von Synergien mit der Anpassung an den Klimawandel und mit Produktivität ist. Die Redner machten deutlich, dass Forschung durch die Landwirte gelenkt werden müsse, und dass es bei der Weitergabe von Forschungsergebnissen noch immer Engpässe gebe. Jelle Maas von der Universität Wageningen sagte, dass Abfall und Nebenströme zu einer neuen Ressource werden müssten. Niels Peter Nørring sprach die Idee einer Einführung von Anreizen z.B. zur Biogasproduktion in den Werkzeugkasten der ländlichen Entwicklungspolitik der EU an.

Der allgemeine Tenor lautete, dass die GAP einen umfassenden Beitrag zur Erreichung der meisten Ziele für die nachhaltige Entwicklung in der EU leiste. In diesem Zusammenhang wies FAO-Vertreter Mark Davis darauf hin, was die Welt von Europa lernen könne. Er lobte die Landwirte mit den Worten, dass sie jeden Tag mehr für die Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung täten als die meisten anderen Sektoren.

Abschließend betonte Copa-Vize-Präsident Reisecker den Nutzen und die Chancen, die sich aus der Bioökonomie, der Kreislaufwirtschaft und der Bioenergie ergeben – sie versetzten die EU in die Lage, sich von fossilen Kraftstoffen wegzubewegen. Zu den Rednern des gut besuchten Workshops gehörten Vertreter der FAO, der Europäischen Kommission, des WWF, der Universität Wageningen, des Wirtschafts- und Sozialausschusses sowie Copas und Cogecas.

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