Wirsing: Krauser Vitaminlieferant

Er liefert viele Vitamine in kalten Tagen: Wirsing. Aus dem gesunden Gemüse lassen sich köstliche Gerichte zubereiten.

Krauser Geselle: Wirz. Bild: Marco Buchmann/landwirtschaft.ch.

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Wirsing ist wie Rot- und Weißkohl ein Kopfkohl. Anders als seine beiden Verwandten hat der Wirsing gekräuselte Blätter, zudem ist der Kopf weniger stark geschlossen. Saison hat der kalorienarme Wirsing als eines der wenigen Gemüse das ganze Jahr über. Am gefragtesten ist er aber in den kalten Wintermonaten. Das zu den Kreuzblütlern gehörende Gemüse, welches früher als Armenspeise galt, ist reich an Vitamin C. Daneben enthält es auch B-Vitamine, welche gut für Haut und Nerven sind, sowie Provitamin A und Vitamin E. Wirsing ist zudem ein guter Lieferant von Ballast- und Mineralstoffen sowie sekundären Pflanzenstoffen, von denen einige eine antimikrobielle und cholesterinsenkende Wirkung haben.

Allrounder in der Küche

In der Küche ist Wirsing vielseitig verwendbar: Kurz gedünstet passt er als Beilage vorzüglich zu Wild, Schweine-, Rind und Lammfleisch. Wirz lässt sich aber auch zu Suppen, Krautwickel oder Roulade verarbeiten. Die feinen Innenblätter schmecken auch als Salat vorzüglich. Wird dem Kochwasser ein Teelöffel Natron beigegeben, ist der Wirsingbesser verdaulich.

Wirsing trotzt Kälte

Wirsing ist eine starkzehrende Pflanze. Das bedeutet, dass sie dem Boden reichlich Nährstoffe entzieht. Deshalb bedarf es einer ausreichenden Düngung. Charakteristisch für den Wirz ist seine Frosthärte: Auch Minustemperaturen überlebt die Kohlart unbeschadet.

Wirz, der in Deutschland Wirsing genannt wird, wurde im 16. Jahrhundert erstmals erwähnt. Ursprünglich stammt er - wie alle Kohlarten - aus dem Mittelmeer-Raum. Nach Deutschland gelangte er aber erst im 18. Jahrhundert. (Quelle: LID)

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