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Wiesmoor-Gärtnerei nun verkauft
Jetzt ist es amtlich: Neue Gesellschafter haben Anteile vom Energiekonzern E.ON übernommen. Mit dem Gesellschafterwechsel seien der Standort und 160 Arbeitsplätze gesichert.Wiesmoor. Die Existenz der Wiesmoor Gärtnerei und Baumschule GmbH ist gesichert. Am 14. September wurden nach rund 15 monatigen Verhandlungen (GABOT berichtete) die umfangreichen Verträge unterschrieben. Die neuen Gesellschafter kommen aus den eigenen Reihen.
Rückwirkend zum 01. Januar 2001 übernimmt der bisherige Geschäftsführer Dr. Uwe Quitmeyer (bereits seit 1972 Geschäftsführer) zusammen mit seinen bisherigen Mitarbeitern Carsten Röber (Produktionsleitung), Fred Meiners (Handlungsbevollmächtigter), Karl-Heinz Schmeding (Prokurist) und Erich Fahnster (Verkaufsleitung) alle Anteile vom bisherigen Eigentümer, der E.ON Energie AG München. Geschäftsführer bleibt Dr. Uwe Quitmeyer.
„Nach langem Überlegen und harten Verhandlungen haben wir das Unternehmen gekauft.“, so Dr. Quitmeyer. Die Verhandlungen gestalteten sich recht langwierig. Größter Knackpunkt sei die Bewertung des Unternehmens durch einen Gutachter (BDO Düsseldorf) gewesen. Auf der Ertragsbasis der vergangenen drei Jahre wurde der Kaufpreis ermittelt. E.ON sei den neuen Gesellschaftern sehr entgegen gekommen: Der Energiekonzern übernimmt eine Bürgschaft auf 10 Jahre, die den Kauf erst ermöglicht habe. Hilfen vom Land gibt es keine, E.ON hingegen stundet Geldzahlungen zinslos. „Ohne diese Hilfe wäre die Übernahme nicht zu Stande gekommen“, sagt Quitmeyer.
Der Kaufpreis „lag irgendwo zwischen 10 und 20 Millionen DM“. Das Stammkapital wurde von rund 1,4 Mio. DM auf rund 1,6 Mio. DM erhöht. Quitmeyer hält 75% der Anteile. Je 8,75 % werden von Schmeding und Meiners gehalten, Röber hält 5% und Fahnster 2,5 %. Die Alternative zum Kauf sei ein Sozialplan und der Verlust von 160 Arbeitsplätzen gewesen.
Nicht im Kaufpreis enthalten ist die 330 Hektar große Grundfläche. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass Altlasten aus dem industriellen Torfabbau und durch das ehemalige Torfkraftwerk, welches früher einmal auf dem Gelände stand, nicht ausschließen lassen. Grundstückseigentümer bleibt E.ON. Komplett gekauft habe man das Hotel „Blauer Fasan“, so Schmeding. Die Gewächshausanlage wurde für 99 Jahre über das Erbbaurecht erworben.
Die neuen Gesellschafter sind überzeugt, in Zukunft schwarze Zahlen schreiben zu können. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen rund 23 Mio. DM Umsatz. Der Ertrag vor Steuern habe in den letzten 3 Jahren immer zwischen 500.000,- und 800.000,- DM gelegen. Die Geschäftspolitik wolle man nicht verändern, man setze auf Kontinuität und Qualität, so Prokurist Schmeding. Die Produktion werde weitergeführt, der Handel (Gartencenter) und der Dienstleistungsbereich und Golfplatz sollen weiter ausgebaut werden. Zwei neue Gartencenter in Norden und Leer befinden sich bereits in der Planungsphase.
Die Wiesmoor Gärtnerei und Baumschule GmbH gehörte lange Zeit dem Energieversorger Preußen Elektra, einer Tochter der ehemaligen Veba. Nach der Fusion von Veba und Viag zu E.ON gehörte das Unternehmen zur E.ON Energie AG. Zu dem Unternehmen gehören über 80.000 qm Hochglasfläche, 100 ha Baumschule, sieben Gartencenter, das Hotel und Restaurant "Blauer Fasan", eine Ferienhausanlage und ein Golfplatz.
(Lars Dehne, www.GABOT.de)

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