Wetter: Sturm und Orkan zum Wochenwechsel

Das derzeit unser Wetter bestimmende Hoch FRANK hält nicht lange durch. Im Laufe des Sonntags übernehmen Sturmtiefs die Regie beim Wetter. In der Nacht auf Montag und Montag selbst drohen dann im ganzen Land Sturm und Orkan.

Ein ausgedehntes Sturmfeld ersteckt sich zu Beginn der kommenden Woche über den Nordatlantik. Grafik: WetterOnline.

Anzeige

Hoch FRANK bringt uns bis zum Wochenende ruhiges Wetter. Doch Matthias Habel, Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline warnt: „Im Laufe des Sonntags braut sich was zusammen! Tiefs vom Atlantik rücken uns mit Regen und immer mehr Wind auf die Pelle. In der Nacht auf Montag droht dann im Norden und Westen Deutschlands die erste richtig schwere Sturmlage des Winters mit Orkanböen bis ins Flachland, die sich im Laufe des Montags auf das gesamte Land ausdehnen.“

Verkehrschaos zum Start des Berufsverkehrs

Problematisch wird sein, dass der Sturm auf eine geschwächte Vegetation trifft. „Viele Bäume sind bundesweit durch die zwei zurückliegenden trockenen Jahre massiv geschwächt, hunderttausende durch Dürre und Borkenkäfer bereits abgestorbene Bäume stehen als Totholz in den Wäldern. Bei den zu erwartenden Windgeschwindigkeiten von deutlich über 100 Stundenkilometern könnten diese Bäume reihenweise umfallen und dann nahezu überall zu massiven Verkehrsbehinderungen führen.“, sagt Matthias Habel.

Ausgedehntes Sturmfeld auf dem gesamten Nordatlantik

„Sollten die derzeitigen Berechnungen der Wettermodelle bestätigen, dann wird anstehende Sturm- und Orkanlage großflächig eines der markantesten Sturmereignisse der letzten 10 bis 15 Jahre sein. Bei uns Meteorologen wecken die aktuellen Wetterkarten Erinnerungen an Orkan KYRILL im Jahr 2007, wenngleich dieser sogar noch ein Tick heftiger war. Dies ist aber nur ein Szenario von vielen. Wie stark der Sturm am Ende wirklich wird, zeigen die kommenden Tage“, betont Matthias Habel. „Das Sturmfeld reicht von Neufundland über den gesamten Nordatlantik bis nach Westrussland. Extrem tiefer Luftdruck herrscht vor allem Richtung Norwegen. Dort könnte tatsächlich der Luftdruck-Rekord geknackt werden und das Barometer den tiefsten jemals registrierten Luftdruck anzeigen“, sagt Habel.

Die Aussichten

Nach dem Sturm ist vor dem Sturm. Nachdem sich das Wetter kurzzeitig am Montag beruhigt, legt der Wind dann schon am Dienstag wieder zu. Ob und wie stark der Wind dann erneut weht, ist aber noch nicht sicher. Klar ist jedoch: Die Zeichen stehen auf Sturm. (Quelle: WetterOnline)

Der GABOT-Newsletter

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.