Weihnachtsbäume: Dunkle, kräftige Nadeln bevorzugt

Wie sich die Farbe durch die Düngung der Weihnachtsbäume während der Anzucht positiv beeinflussen lässt, hat nun ein Versuch dargelegt, der von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein bei Weihnachtsbaumkulturen im Container durchgeführt wurde.

Zum Vergleich Nadeln einer Nordmanntanne, die keine Blattdüngung erhalten hat. Die Grünfärbung der Nadeln ist weniger intensiv. Bild: Hauert.

Anzeige

Bei einem Versuch der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein wurde die Nadelausfärbung von Weihnachtsbaumkulturen im Container untersucht. Dabei zeigte sich unter anderem, dass die Nadeln der Nordmanntanne besonders dunkel werden, wenn man die Pflanzen neben einem Aufstreudünger zusätzlich mit einer Blattdüngung mit „Tardit MU Liquid 28N" versorgt.

Der Versuch fand in der Baumschule Hans Reinke in Rellingen statt, die unter anderem auf die Produktion von Weihnachtsbäumen im Container spezialisiert ist. An Nordmanntannen (Abies nordmanniana), Blauen Stechfichten (Picea pungens glauca) sowie Serbischen Fichten (Picea omorika) wurden verschiedene Düngevarianten für die Nachdüngung im Frühjahr getestet. Auf der Liste standen fünf für diese Koniferen handelsübliche NPK-Langzeitdünger sowie eine Kombination des granulierten Aufstreudüngers „HortoBalance Top 6-7M" und zusätzliche Blattdüngungen mit „Tardit MU Liquid 28N", einem Blattlangzeitdünger auf Basis von flüssigem Methylenharnstoff mit 28% Stickstoff. Beide Produkte werden vom Schweizer Düngerspezialisten Hauert angeboten.

Die Versuchsgehölze waren bereits im Herbst 2016 in zehn-Liter und 15-Liter Containern getopft und mit zwei Gramm pro Liter eines Depotdüngers mit rund achtmonatiger Laufzeit bevorratet worden. Im Frühjahr 2017 startete dann der eigentliche Test: Die Pflanzen wurden in Gruppen aufgeteilt und mit den unterschiedlichen NPK-Düngern versorgt. Diese wurden auf die Substratoberfläche aufgelegt und enthielten immer exakt die gleiche Stickstoffmenge von 600 Milligramm pro Liter. Die „Tardit MU Liquid 28N" Gruppe bekam darüber hinaus in den nächsten Monaten noch drei Stickstoffgaben, die auf die Nadeln aufgesprüht wurden. Die Dosierung lag bei jeweils 30 Litern pro Hektar, was in etwa einem Gramm Stickstoff pro Pflanze entspricht.

Ende August wurde dann bei allen Versuchsgehölzen eine Bonitur der Grünfärbungen der Nadeln durchgeführt. Das Ergebnis: Bei den Nordmanntannen und den Blauen Stechfichten zeigten sich sehr deutliche Unterschiede in der Farbintensität der Nadeln. Die dunkelste Färbung bei den Nordmanntannen gab es bei den Pflanzen, die die Kombination von „HortoBalance Top 6-7M" und Spritzungen mit „Tardit MU Liquid 28N" erhalten hatten. In der Versuchsauswertung wurde hierfür die höchste Bonitur-Note 9,0 vergeben, die für „sehr dunkel" steht. Auch bei den Blauen Stechfichten erhielt die Düngerkombination von Hauert eine überdurchschnittliche Bonitur-Note von 7,0, was in dieser Kategorie „dunkel blaugrün" bedeutet. Etwas weniger hat sich die die Blattdüngung auf die Farbintensität bei den Serbischen Fichten ausgewirkt. Dafür sorgte die Düngerkombination bei dieser Pflanzengattung für ein besonders gutes Wachstum und belegt hier beim Bonitur-Punkt „Zuwachs an Pflanzenhöhe" die Spitzenposition. (Quelle: Hauert)

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.