Verzehr gekeimter Kartoffeln unbedenklich

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Schwach gekeimte Kartoffeln haben beim Verzehr keine gesundheitsgefährdende Wirkung.Damit dementiert der Deutsche Bauernverband (DBV) Mitteilungen des Gesundheitswesens wie in den Zeitschriften „Apotheke Gesundheit“ oder „AOK Gesundheit“, worin vom Verzehr gekeimter Kartoffeln wegen erhöhter Glykoalkaloidgehalten (Solanin) abgeraten wurde. Der DBV räumt ein, dass es zwar Untersuchungen gibt, wonach unter bestimmten Umständen der Gehalt an giftigen Glykoalkaloiden in gekeimten Kartoffeln ansteigen kann. In der Regel lagert sich jedoch der Stoff lediglich in den Keimen an, die vor der Zubereitung entfernt werden. Daher ist aus Sicht des DBV vom Genuss schwach gekeimter Kartoffeln nicht abzuraten.

 

Gleichzeitig weist der DBV darauf hin, dass Solanin kein „Giftstoff“ ist, sondern ein wichtiger und vor allem natürlicher Abwehrstoff der Knolle. Stark mit diesem Stoff angereicherte Kartoffeln eignen sich jedoch nicht für den Verzehr, da Solanin nicht durch Hitze zerstört wird. Diese Kartoffeln erkennt man an der grünen Färbung der Knollen. Außerdem löst sich Solanin zum Teil beim Kochen, weshalb das Kochwasser nicht weiter genutzt werden sollte.

 

Zu Beginn der Frühkartoffelsaison weist der DBV auf den hohen gesundheitlichen Stellenwert der Kartoffel hin. Neben dem hohen Nährwert- und Vitamingehalt weist das Nachtschattengewächs einen hohen Mineralstoffgehalt auf, weshalb die Kartoffel ein idealer Energielieferant gerade auch in der gesundheitsbewussten Küche ist. (DBV)

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