Topinambur: Die hartnäckige Knolle

Die Sonnenblume ist allseits bekannt. Topinambur gehört zur selben Gattung, kommt aber nicht über den Exotenstatus hinaus, trotz geniessbarer Wurzelknollen.

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Die Sonnenblume ist allseits bekannt. Topinambur gehört zur selben Gattung, kommt aber nicht über den Exotenstatus hinaus, trotz geniessbarer Wurzelknollen.

Der Topinambur hat seinen ungewohnten Namen vom brasilianischen Indianervolk der Tupinambá. Heimisch war die Pflanze ursprünglich in Mexiko. Erst im 17. Jahrhundert kam die Knolle nach Europa und dort erhielt sie auch ihren Namen: In Frankreich waren zufällig Mitglieder der Tupinambá anwesend und die Pflanze wurde kurzweg nach ihnen benannt. In Frankreich genoss die Knolle als Nahrungsmittel zunächst große Popularität, wurde aber im Laufe der Zeit immer stärker von der Kartoffel verdrängt und ist heute vielerorts kaum mehr bekannt.

Zwei Hektar in der Schweiz
In Europa wird Topinambur heute nur noch in kleinem Umfang angebaut, die globalen Hauptanbaugebiete befinden sich in Nordamerika, Russland, Asien und Australien. In der Schweiz wurde im Jahr 2011 auf etwas mehr als zwei Hektaren Topinambur angepflanzt, die Hälfte davon in biologischem Landbau.

Als Neophyt gefürchtet
Topinambur ist eine anspruchslose und winterharte Pflanze, die Erntezeit reicht vom Spätherbst bis in den Frühling hinein. Unter der Erde bildet Topinambur ein Geflecht aus Knollen. Meist kann daher in den Folgejahren wieder geerntet werden. Schon ein Bruchstück einer Knolle reicht, um wieder zu keimen. Die Hartnäckigkeit des Topinambur hat auch seine Nachteile: Einmal gepflanzt, wird man ihn nur schwer wieder los und die Pflanze verbreitet sich an einigen Standorten als Neophyt und verdrängt heimische Pflanzen.

In der Küche kann die Topinambur-Knolle gedünstet, gebacken oder auch frittiert werden. Die Knolle wie eine Kartoffel im Wasser zu kochen, ist nicht empfehlenswert, weil dadurch viele Vitamine und Geschmack verloren gehen. Er kann aber auch roh, etwa geraffelt, verspeist werden, wobei er dann einen nussigen Geschmack aufweist. (Quelle: lid)

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