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Norddeutsche Obstbautage: Richten den Fokus auf Innovation
Der Obstbauversuchsring des Alten Landes e.V., der die Veranstaltung zusammen mit dem Team vom Esteburg Obstbauzentrum Jork organisiert, freut sich über die Anmeldungen von rund 140 Ausstellern. Darunter finden sich 20 Neuaussteller, die erstmals zu den Obstbautagen kommen.
Fachvorträge, 10-Minuten-Pitches und Fachführung
An beiden Tagen wird die Fachausstellung mit jeweils zwei hochkarätigen Fachvorträgen in der Zelthalle 5 ergänzt. Am ersten Tag steht dabei das Themenfeld „Künstliche Intelligenz im Obstbau" im Fokus, während sich die Vorträge am zweiten Tag um den Birnenanbau kümmern. Am Mittwoch gibt es zusätzlich um 15 Uhr sechs „10-Minuten-Pitches" zu innovativen Techniken im Obstbau. Am Donnerstag übernimmt Moritz Hentzschel vom Obstbauversuchsring eine Fachführung durch die Ausstellungszelte zu neuesten Techniken im Obstbau.
Hochkarätig besetzter „Verbandspolitischer Nachmittag"
Ein besonderer Höhepunkt wird traditionsgemäß der Verbandspolitische Nachmittag am zweiten Messetag. Der Kreisbauernverband Stade e.V. konnte hierfür als Festrednerin die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Silvia Breher, gewinnen. Zuvor übernimmt Claus Schliecker, Vorsitzender der Landesfachgruppe Obstbau Niedersachsen und der Bundesfachgruppe Obstbau, die Begrüßung und berichtet über aktuelle Themen aus der berufsständischen Arbeit. Zudem spricht Dr. Marco Mohrmann, Agrarpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Niedersachsen, ein agrarpolitisches Grußwort.
Fachausstellung wird zur Zukunftsbühne
Neben der Präsentation bewährter Technik und neuer Lösungen für den Obstbau durch die Fachaussteller wird die Zelthalle 5 in diesem Jahr zur interessanten Zukunftsbühne. Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt dabei auf der digitalen und KI-gestützten Präzisionslandwirtschaft. Gerade die neuen Aussteller werden aufzeigen, wie moderne Technologien und künstliche Intelligenz den Obstbau in den kommenden Jahren verändern können. Die Themen reichen dabei von der Sensorik über die Datenanalyse bis hin zur Automatisierung von Arbeitsprozessen in Anbau, Ernte und Aufbereitung.
Zu den Ausstellern zählen neben spezialisierten Herstellern auch namhafte Institute aus Obstbau, Wissenschaft und Forschung wie das Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee, das Julius-Kühn-Institut, die Deutsche Genbank Obst und das Fraunhofer-Institut IFAM, welches das gemeinsame Projekte mit dem Esteburg Obstbauzentrums Jork vorstellt.
Zentraler Anlaufpunkt im Innovationsbereich ist der Messestand des Esteburg Obstbauzentrums Jork, der den Themenschwerpunkt „Birnenanbau in Norddeutschland" aufgreift und damit den Bogen zwischen innovativen Technologien und konkreten produktionstechnischen Fragestellungen spannt.
Nachwuchs und junge Betriebsleiter besonders im Visier
Die Veranstalter wenden sich mit dieser modernen Ausrichtung der traditionellen Norddeutschen Obstbautage besonders an junge Betriebsleiter und den Nachwuchs in den Berufs- und Fachschulen sowie den Hochschulen. Neben KI-getriebenen Innovationen wird die Elektromobilität im Obstbau an praxisreifen Fahrzeugen wie dem vollelektrischen Traktor Fendt e107 und dem ebenfalls vollelektrischen Mercedes-LKW E-ACTROS thematisiert.
Karsten Palm, erster Vorsitzender des Obstbauversuchsringes, der die Maschinenausstellung ausrichtet, freut sich besonders über die Einbindung von innovativen, fortschrittlichen Lösungen, deren Anwendung die Arbeit im Obstbau vereinfachen sollen wie beispielsweise Software-Lösungen oder Robotik, die präzise und selbständig arbeiten und so teure Handarbeit ersetzen können. „Der Obstbau braucht Fortschritt und die Norddeutschen Obstbautage sind der Ort, an dem wir ihn sichtbar machen", stellt Dr. Karsten Klopp, Leiter des Esteburg-Obstbauzentrums, heraus.
Claus Schliecker, Vorsitzender der Bundesfachgruppe Obstbau, verbindet die Bedeutung der Branche im größten zusammenhängenden Obstanbaugebiet Deutschlands mit der Veranstaltung: „Hier zeigt sich die Stärke des deutschen Obstbaus: fachlich, zukunftsorientiert und im lebendigen Austausch." Auch Jan Plath, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Stade e.V., freut sich auf einen inspirierenden Austausch: „Die Norddeutschen Obstbautage sind der Treffpunkt der Praxis, Politik und Verbraucher. Gemeinsam entdecken wir wegweisende Innovationen und gestalten aktiv die Zukunft des deutschen Obstbaus."

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