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Stauden: Können einer klimaresilienten Stadt beitragen
Verbesserung der Luftqualität
Stauden bilden in Bodennähe eine dichte Vegetationsschicht und verfügen über eine relativ große Blattoberfläche. Über ihre Spaltöffnungen nehmen die Blätter luftverunreinigende Stoffe wie Stickoxide (NOx), Ozon (O₃) und Kohlendioxid (CO₂) auf. Außerdem können die Blätter Feinstaubpartikel aus der Luft abfangen. Blattmerkmale wie Behaarung, eine raue Blattstruktur oder eine dicke Wachsschicht fördern diese Wirkung.
Verringerung von Wasserproblemen
Stauden tragen auch dazu bei, Wasserprobleme bei Starkregenereignissen zu verringern. Blätter und Stängel fangen einen Teil des Regenwassers ab, sodass ein Teil des Wassers vorübergehend auf der Vegetation zurückgehalten wird und verzögert in den Boden abfließt. Gleichzeitig verbessern die Wurzeln die Bodenstruktur. Dadurch erhöht sich die Infiltrationskapazität und mehr Wasser kann im Boden gespeichert werden, anstatt direkt in die Kanalisation abzufließen.
Kühlende Wirkung
Evapotranspiration ist der Prozess, bei dem Wasser über die Blätter verdunstet. Dabei wird der Umgebung Wärme entzogen, sodass die Lufttemperatur lokal sinken kann. In Kombination mit der Verschattung durch Bäume und Sträucher können Stauden so dazu beitragen, den städtischen Wärmeinsel‑Effekt zu mindern. Diese kühlende Wirkung ist besonders deutlich, wenn der Vegetation ausreichend Wasser zur Verfügung steht.
Geeignete Artenauswahl
Besonders geeignet sind Arten, die schnell einen geschlossenen Pflanzenbestand mit einer großen Blattoberfläche bilden. Beispiele sind Arten aus den Gattungen Geranium, Alchemilla, Hedera, Vinca und Pachysandra. An feuchten Standorten oder in Versickerungsmulden und Wadis gedeihen Arten wie Mentha aquatica und Iris pseudacorus sehr gut.
Praktische Hinweise
Um die Sicht für Verkehrsteilnehmende zu gewährleisten, wird an Stellen, an denen dies relevant ist, in der Regel eine maximale Vegetationshöhe von etwa 50 cm eingehalten.

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