Stauden: Aktuelle Lieferengpässe

Der Bauboom und die Investition sowohl in private als auch öffentliche Staudenpflanzungen sind Gründe für die erhöhte Nachfrage.

In diesem Jahr ist die Kommissionierung der Stauden besonders zeitaufwändig: Bundesweit fehlen einige Arten aufgrund der hohen Nachfrage und zum Teil aufgrund der Auswinterung. Bild: Banse.

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„Preissteigerungen bei Gartenstauden sind unabwendbar“, erklärt der Vorsitzende des Bundes deutscher Staudengärtner, Michael Moll, Leinfelden-Echterdingen. Quer durch das Sortiment sind einige Stauden-Arten kaum noch erhältlich. Zum anderen sind einige Stauden auch ausgewintert.

So berichten auch Landschaftsgärtner von vollen Auftragsbüchern für die nächsten 3-5 Monate und absehbaren Preissteigerungen. Die Beschaffung aller angefragten Stauden für eine Bestellung erfordert derzeit einen sehr viel höheren Aufwand, da auch die Kollegen nicht mehr liefern können. „10% der nachgefragten Stauden zusammenzustellen kostet teilweise mehr Zeit, als für die restlichen 90% notwendig ist“, so Moll. Wer auf ein Angebot eines Kollegen nicht sofort antwortet, muss damit rechnen, dass die Ware ausverkauft ist. Nicht nur der erhöhte Beschaffungsaufwand schlägt zu Buche, auch die Preise im Handel unter den Staudengärtnern sind gestiegen. Erhöhte Transportkosten kommen hinzu.

Nach relativ normalen Jahren des Staudenverkaufs war die aktuelle Situation nun nicht absehbar - das Zusammenfallen erhöhter Nachfrage und die leichte Auswinterung. „Vor dem Herbst“, schätzt der BdS-Vorsitzende, „wird es keine Entspannung auf dem Staudenmarkt geben.“

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